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Klimawandel besorgt uns alle, handeln sollen die anderen

Klimawandel besorgt uns alle, handeln sollen die anderen
Kommentar Von Christian Lichtenstern
27.08.2019

Die Energiewende im Wittelsbacher Land kommt nicht mehr voran. Die Klimawandel-Leugner sind zwar in der Versenkung verschwunden. Am konkreten Verhalten hat sich aber nur wenig geändert.

Wer über Themen wie Energiewende oder den Klimawandel, unseren Anteil daran und die Verantwortung vor Ort berichtet und eine Meinung dazu hat, der muss wissen, dass es dafür nicht nur Zustimmung und Beifall, sondern auch Gegenwind gibt. Vor und nach der Jahrtausendwende war der oft noch ziemlich scharf: „Panikmache“, „Klimaschwindel“ oder der Klassiker „Die Dinosaurier sind auch ausgestorben – da gab’s noch gar keine Menschen“ – um einige der „freundlicheren“ Rückmeldungen aus dieser Zeit zu nennen.

Zu Beginn unseres Vergleichs über die Entwicklung der erneuerbaren Stromerzeugung im Wittelsbacher Land im Jahr 2007 waren sich viele sicher: Hier mehr Strom regenerativ erzeugen als verbrauchen? Das geht nicht! Das ging aber ziemlich schnell. Auch die „Klimawandel-Leugner“ sind nach dem Hitzejahr 2018 offenbar ziemlich durchgeschwitzt. Der politische und gesellschaftliche Wind hat sich gedreht, und nicht nur Söder ist gefühlt zum „Grünen“ geworden.

Aber hat sich am Verhalten der Menschen etwas geändert? Sind wir wirklich bereit zu verzichten, uns einzuschränken, zurückzustecken, um die Klimaveränderung zumindest abzuschwächen? Kaum, zumindest bis dato nicht sichtbar, erlebbar oder spürbar.

Klimawandel besorgt uns alle, handeln sollen die anderen

Wenn Eltern zu Ferienbeginn ihre Kinder mit dem SUV von der Freitagsdemo abholen, um den Urlaubsflieger zu erwischen, sagt das alles. Es muss was getan werden – da sind wir uns noch ziemlich einig. Aber vom Staat, von der Wirtschaft, von den anderen – nur nicht von mir. Und außerdem: Einsparungen von uns allein bringen doch eh nichts.

Vor Ort schlägt sich das in Stagnation nieder, die an der Tabelle der Stromeinspeisung im Landkreis abzulesen ist. Gegen Windkraft zum Beispiel hat keiner was, außer wenn sie in seiner Nähe ist: Wir wollen schließlich freie Sicht auf den Klimawandel haben.

Lesen Sie dazu den Artikel Analyse: So steht es um die Energiewende im Kreis Aichach-Friedberg

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