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Baar

25.11.2019

Kommunalwahl 2020: Pekis als Kandidat nominiert

Die Wählergemeinschaft Baar benennt ihren Bürgermeisterkandidaten für die Wahl im März.
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Die Wählergemeinschaft Baar benennt ihren Bürgermeisterkandidaten für die Wahl im März.
Bild: Erich Echter

Plus Die Wählergemeinschaft Baar benennt ihren Bürgermeisterkandidaten für die Wahl im März. Auch die Liste der Gemeinderatsanwärter steht fest.

Der Bürgermeisterkandidat der Wählergemeinschaft Baar (WGB), Roman Pekis, geht gemeinsam mit 25 Anwärtern auf das Amt des Gemeinderats ins Rennen um den Chefsessel und um die Sitze im Gemeinderat. Das ist das eindeutige Ergebnis der WGB-Nominierungsveranstaltung in der Baarer Mehrzweckhalle.

Wie berichtet, lebt Pekis seit August 2015 mit seiner Familie in Baar. Er habe sich keine Sekunde lang fremd im Ort gefühlt, sagt er. „Dafür bin ich dankbar und fühle mich auch verpflichtet, etwas zurückzugeben“, erklärte der Produktionsmitarbeiter der örtlichen Brauerei. Doch wie die Gemeinderatsanwärter wünscht sich der 38-Jährige einen frischen Wind für die Gemeinde im nordwestlichen Landkreiseck und neue Strukturen für den Ort. Ginge es nach dem gelernten Industriekaufmann, sollten alte Zöpfe abgeschnitten werden. Er will 100 Prozent geben und wünscht sich ein Miteinander auf einer ordentlichen Ebene ohne persönliche Angriffe.

Diese Kurzvorstellung brachte Pekis ein einstimmiges Nominierungsergebnis ein: 38 Besucher der WGB-Versammlung durften wählen, 38 stimmten für Pekis. Dieser erwiderte: „Für mich bedeutet Wahlkampf, die Baarer davon zu überzeugen, dass wir das Beste sind, das Baar passieren kann.“ Den Wahlkampf könnte Pekis gegen Josef Reiter führen, der seine Kandidatur für die Unabhängige Liste Baar (ULB) bereits angemeldet hat .

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Wahlkampf in Baar soll „sauberer“ gestaltet werden

Das Ziel, den Wahlkampf sauberer zu gestalten als in der Vergangenheit, ist laut WGB-Vorsitzendem Michael Helfer ein Grund für die WGB, eine eigene Liste aufzustellen – und das, obgleich die Gemeindevertreter in den vergangenen beiden Wahlperioden auf einer Einheitsliste in den Gemeinderat kamen. Auf der Liste der WGB kandidieren zur Kommunalwahl 2020 insgesamt 24 Gemeinderatskandidaten, darunter auch Pekis. Zwei weitere Baarer erklärten sich dazu bereit nachzurücken, falls ein Platz auf der Liste frei würde. Gewählt wurde im Wahlblockverfahren, was bedeutet, dass unabhängig von der Stimmenanzahl, die für die jeweiligen Kandidaten abgegeben wurde, die Reihenfolge der Liste unverändert bleibt.

In der Vorstellungsrunde gab es Vorhersehbares wie etwa die Bereitschaft der amtierenden Gemeinderatsmitglieder Vitus Riedl und Christian Hell, weiterzumachen (wir berichteten), und Zustimmung für Pekis’ Idee, alte Zöpfe abzuschneiden. Doris Niklas’ Vorstellung wurde mit deutlichem Applaus der Zuhörer quittiert. Die 48-Jährige hat die „scheiß Streitereien so satt und möchte endlich vorankommen“. Auch Martin Haberl möchte als Gemeinderat verhindern, dass „mehr geschrien als gemacht“ wird. Florian Hedorfer wünscht sich, dass Baar zu einem großen Ganzen wird: „Es reicht, dass die Nachbargemeinden über uns lachen.“

Das wollen die Gemeinderatskandidaten

Petra Modlmeier, die als Nachrückerin von 2013 bis 2014 im Rat mitarbeitete, erklärte, wie erschrocken sie von den Streitereien im Rat sei und dass sie sich auch deswegen erneut einbringen möchte. Katrin Guckert findet, dass trotz aller sachlichen Streitigkeiten zumindest ein „normales Grüß Gott“ weiter möglich sein muss. Der jüngste Gemeinderatsbewerber, Yannick Helfer, wünschte sich eine „Liste mit Niveau“. Der 17-Jährige (er ist am Wahltag 18 und damit wählbar) will, dass Baar nicht mehr länger die „beschämendste Gemeinde im Landkreis“ bleibt, sondern dass der Ort mit einer großen Portion Heimatliebe zukunftsfähig wird – er erntete großen Applaus.

Johann Riedelsheimer, der die Nominierungsveranstaltung leitete, lobte den guten Mix der Liste. Der Altersdurchschnitt liege bei 39 Jahren und unter den 26 Kandidaten sind acht Frauen.

Sichtlich zufrieden über diese Liste war auch Leonhard Kandler, der scheidende Bürgermeister Baars und WGB-Mitglied: „Ich glaube an eine tragfähige, vernünftige Mehrheit. Dafür kenne ich mein Dorf gut genug.“

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