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Glaube

17.08.2020

Kräuter für die Mutter Gottes

Kinder um Sieglinde Kast präsentierten in St. Stephan in Obergriesbach ihre selbst gebundenen Kräuterbuschen. Hinten: Sieglinde Kast und Pfarrer Karl Heinz Reitberger.
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Kinder um Sieglinde Kast präsentierten in St. Stephan in Obergriesbach ihre selbst gebundenen Kräuterbuschen. Hinten: Sieglinde Kast und Pfarrer Karl Heinz Reitberger.

Zahlreiche Katholiken im Wittelsbacher Land feiern das Fest Mariä Himmelfahrt. Dabei werden in vielen Pfarrgemeinden von Helfern Kräuterbuschen gebunden und anschließend gesegnet

Katholiken im Wittelsbacher Land feierten am Samstag das Fest Mariä Himmelfahrt. Es ist in überwiegend katholischen Gemeinden in Bayern ein gesetzlicher Feiertag, das gilt für rund 1700 Gemeinden im Freistaat. Einer Überlieferung nach haben Jünger in Marias Grab statt ihres Leichnams Blüten und Kräuter vorgefunden.

In der Au-Kapelle Obergriesbach erlebt das Fest seit Jahren besondere Aufmerksamkeit, was in erster Linie auf Sieglinde Kast aus dem Aichacher Stadtteil Griesbeckerzell zurückzuführen ist. Nicht zu vergessen die vielen Freiwilligen, die beim Kräutersammeln und Kräuterbuschenbinden halfen und Kast mit Blumen- und Kräuterspenden unterstützten. Um die coronabedingten Hygieneregeln einzuhalten, fand die Andacht am Samstag im Freien vor der Kapelle statt.

Neben einer großen und einer kleinen Kerze sowie einer Kräuteruhr hatte Kast in diesem Jahr erstmals ein Kräuterrad geschmückt. „Dieses Kräuterrad widmen wir der Mutter Gottes, diese schwere Zeit der Pandemie zu überwinden“, sagte sie. Pfarrer Karl Heinz Reitberger brachte ihre Bitte um den Beistand Mariens vor. Für die Kinder hatte Kast Kräuterkränzchen gebunden.

Viele Besucher aus Obergriesbach, Griesbeckerzell und Umgebung kamen zu der Andacht. Einige Helfer hatten Bänke und Pavillons aufgestellt. Birgit Schacherl und Hubert Rohrmoser verliehen der Andacht mit ihrem Sologesang einen feierlichen Rahmen. Die Kinder waren schon beim Kräutersammeln und -binden begeistert dabei gewesen. Tatkräftig unterstützt wurde Kast auch von Georg Assenbrunner, Hubert Rohrmoser, den Schwestern Ingrid und Elfriede Failer sowie weiteren Helfern. Etwas über 300 Kräuterbuschen wurden schon am Vormittag in der Zeller Kirche und am Nachmittag bei der Andacht gegen eine Spende angeboten. Die Spenden, die bei der Kapelle eingingen, sollen der Renovierung der Au-Kapelle zugutekommen. Die kleine, geschmückte Kerze bleibt in der Au-Kapelle. Die große Kerze, die sogenannte Friedenskerze, wird an einen geheimen Ort in eine Kirche gebracht. (wak)

In der Pfarrkirche St. Stephan Obergriesbach segnete Pfarrer Karl Heinz Reitberger bereits am Vormittag die Kräuterbuschen während des Gottesdienstes. Mitglieder des Pfarrgemeinderates und Helfer hatten tagelang Kräuter gesammelt und zu 60 Buschen gebunden. Erstmals bekamen die Kirchenbesucher Informationen zu den Kräutern. Auf vier Tischen waren 35 Kräuter ausgestellt – dazu die Beschreibung der jeweiligen Pflanze und ihrer Heilwirkung. Gegen eine Spende für die Renovierung der Au-Kapelle fanden alle Buschen einen Abnehmer. (wak)

Am Vortag zu Mariä Himmelfahrt trafen sich im Pöttmeser Ortsteil Gundelsdorf acht Frauen des Gartenbauvereins Sonnenblume, um unter der Anleitung von Floristin Rita Brieschenk zahlreiche Kräuter zu sammeln. In ihrem Stadel wurden daraus Kräuterbuschen gebunden und vor dem Gottesdienst zu Mariä Himmelfahrt verkauft. Der Erlös geht an das Gotteshaus Heilig Kreuz. (möd-)

In Osterzhausen, das zur Pfarrei Pöttmes gehört, sammelten vor Mariä Himmelfahrt 15 Frauen Rosmarin, Lavendel, Thymian, Salbei, Schafgarbe, Rosen, Getreide und Wetterkerzen und banden sie im Hof von Julie Hofberger zu Kräuterbuschen. Diese wurden an Mariä Himmelfahrt in der Pfarrkirche St. Martin in Aindling verkauft, der Erlös fließt der Tschernobylhilfe zu. (möd-)

Viele Helferinnen waren beim Kräuterbuschenbinden in Todtenweis unter der Regie des Katholischen Frauenbunds aktiv. Dank vieler Spenden von Kräutern und Blumen wurden 95 Sträuße gefertigt. Vor dem Gottesdienst am Hochfest Maria Aufnahme in den Himmel – oder wie der Volksmund sagt: „Mariä Himmelfahrt“ – wurden sie an die Messbesucher abgegeben. Der Erlös ist für einen guten Zweck bestimmt. (brs)

Trotz der Corona-Pandemie wurden an Mariä Himmelfahrt, im Volksmund auch „Fraudog“ genannt, in Rehling verhältnismäßig viele Kirchenbesucher gezählt. Sie erlebten unter Einhaltung der Hygieneregeln einen würdigen Festgottesdienst. Vor der Kirche wurden Kräuterbuschen gegen Spenden angeboten. Frauen des Obst- und Gartenbauvereins hatten sie bei der Vorsitzenden Ursel Higl gebunden. In diesem Jahr waren es „nur“ rund 130, in den vergangenen Jahren waren es meist über 200 gewesen. Am Ende des Gottesdienstes stellte Higl, die auch Mesnerin ist, den Besuchern verschiedene Kräuter vor, die Bestandteil der Buschen sind. Pater Thomas segnete die Kräuterbuschen. (at)

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