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Dasing

02.07.2010

Moderner Energiestandort mit Scheunencharakter

Der Startschuss für die Kraft der Sonne ist gefallen. Von links vor dem Wechselrichter: Erwin Rieder (LEW), Werner Friedl (Architekt), Frank Reinsch, Sebastian Scharf, Elisabeth Tiedemann (Firma Iliotec) und Bürgermeister Erich Nagl. Foto: mick-
Bild: mick-

Die Menge Strom, die 15 Haushalte pro Jahr verbrauchen, wird künftig die Photovoltaikanlage auf dem Dasinger Verwaltungsgebäude und der Gemeindetenne liefern. Jetzt nahm Bürgermeister Erich Nagl die Anlage feierlich in Betrieb. Von Michael Seefelder

Dasing. Die Menge Strom, die 15 Haushalte pro Jahr verbrauchen, wird künftig die Photovoltaikanlage auf dem Dasinger Verwaltungsgebäude und der Gemeindetenne liefern. Jetzt nahm Bürgermeister Erich Nagl die Anlage feierlich in Betrieb. "Es war ein gedrängter Rahmen", sagte der Rathauschef über die Baumaßnahmen, die Mitte März begannen. 400 000 Euro kostet das Projekt alles in allem.

Mitgerechnet sind auch zahlreiche notwendige Arbeiten am Gebäude selbst. Nach 14 Jahren, so Nagl, wird sich das Objekt amortisiert haben. Durch die Kosten für die Dachkonstruktion werde sich der übliche Zeitraum von neun bis zehn Jahren nach hinten verschieben. Laufen soll die Anlage mindestens 20 Jahre.

Unter anderem wurde ein Blitzschutz angebracht, die Dachkonstruktion verstärkt, Spenglerarbeiten vorgenommen und der Brandschutz verbessert. Damit wäre auch eine Voraussetzung geschaffen, dass die Gemeindetenne uneingeschränkt als Versammlungsraum genutzt werden könnte. Bisher darf nur eine begrenzte Anzahl an Veranstaltungen pro Jahr dort stattfinden. Darüber müsse aber erst im Gemeinderat debattiert werden, unterstrich Bürgermeister Nagl. Wie der Architekt Werner Friedl erklärte, habe das Dach durch die Dämmung mit Mineralwolle nun einen mehr als zwanzigfach besseren Wärmeschutz als zuvor. Außerdem sei das Gebäude auf Passivhausstandard gebracht worden, was für öffentliche Gebäude in der EU ab 1. Januar 2019 verpflichtend sein wird. "Wir wollen, dass die Gemeinde Dasing mehr energieautark wird", betonte Friedl.

Moderner Energiestandort mit Scheunencharakter

Den "Scheunencharakter" des ehemaligen Bauernhofs aus den 1950er Jahren habe man allerdings mittels einer Holzkonstruktion erhalten können. Das Haus befindet sich seit 1994 im Besitz der Gemeinde.

Drei weitere Gebäude wurden mit Photovoltaikanlagen ausgestattet

Im Herbst des vergangenen Jahres beschloss der Gemeinderat, Gebäude, die sich im Besitz der Gemeinde befinden, auf eine Eignung für Photovoltaikanlagen hin zu prüfen. Neben dem Verwaltungsgebäude wurden auch die Feuerwehrhäuser in Dasing und in Wessiszell sowie das Gemeinschaftshaus Rieden mit einer solchen Anlage ausgestattet. Von Michael Seefelder

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