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Benefizkonzert

28.06.2018

Musikverein Obergriesbach unterstützt Tansania

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Der Musikverein Obergriesbach (MVO), hier bei einer Probe imGemeinschaftshaus, freut sich auf das bevorstehende Brunnenhof-Benefizkonzert. Vorne Mitte Vorsitzender Bernd Broll, links daneben Maurermeister Franz Gerbl, Pater Apollinaris und Dirigent Josef Rast.
Bild: Manfred Zeiselmair

Beim Konzert des Musikvereins Obergriesbach am Samstag geht es um den guten Zweck. Die Musiker wollen ein Projekt in Tansania unterstützen.

Pater Apollinaris hat seit vielen Jahren einen Traum, der ihn nicht mehr loslässt. Der Geistliche aus Tansania will in seiner Heimatstadt Moshi am Fuße des Kilimandscharo ein Rehabilitationszentrum für behinderte Kinder und Jugendliche bauen. Dabei unterstützt ihn seine hiesige Pfarreiengemeinschaft Zegos mit Rat und Tat – und vielen Spendenaktionen. Der Musikverein Obergriesbach (MVO) möchte nun mit seinem Brunnenhof-Konzert am Samstag, 30. Juni, seinen Teil dazu beitragen und Verbundenheit mit dem beliebten Pater zum Ausdruck bringen. Beginn ist um 19 Uhr vor dem Gemeinschaftshaus beim Sportgelände in Obergriesbach.

Vereinsvorsitzender Bernd Broll und Dirigent Josef Rast haben zu dem Benefiz-Konzert den Partner-Musikverein Altomünster mit seiner Blaskapelle eingeladen. Wie Rast voller Vorfreude erzählt, sind dabei einige Überraschungen vorgesehen. Unter anderem „eine Welt-Uraufführung“, für die der Musiker den traditionellen tansanischen Song „Malaika“ arrangiert und blasmusiktauglich umgeschrieben habe. Ob Pater Apollinaris, der in diesem Jahr sein 25. Priesterjubiläum feiert, bei den „afrikanischen Impressionen“ als Sänger auftreten wird, bleibt ein Geheimnis.

Fest stehe allerdings, dass am Horn eine Jung-Musikerin aus der Mongolei die Blaskapelle verstärken werde, erzählt Rast. Die begabte chinesische Studentin Xuri Borzhijin steht kurz vor ihrem Master-Konzert-Examen. Wie Rast berichtet, ist sie auf Empfehlung seines Bruders, des Profimusikers Ludwig Rast, der beim WDR-Symphonieorchester spielt und am Konservatorium in Saarbrücken einen Lehrauftrag innehat, zum MVO gestoßen. „So ein Konzert hat es in Obergriesbach noch nicht gegeben. Internationales Flair ist angesagt“, erklärt Josef Rast stolz. Der komplette Konzerterlös komme dem Kinderheimbau in Tansania zugute.

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Mit großer Begeisterung erzählt Apollinaris Ngao beim Pressegespräch von seinem Behinderten-Projekt und der großen Unterstützung in der Pfarreiengemeinschaft Zegos (Zahling, Edenried, Griesbeckerzell, Obergriesbach, Sulzbach). Dort ist der Geistliche seit vier Jahren zur Unterstützung von Pfarrer Karl Heinz Reitberger als Kaplan tätig. Meist am Wochenende, denn während der Woche promoviert er an der Universität Regensburg.

„Es geht um Menschenwürde“, sagt er, wenn er von seinem Projekt spricht. Er wünscht sich, „dass wir das Stigma der Behinderung in der Gesellschaft meines Heimatlandes Schritt für Schritt ändern“. Sein ursprünglicher Plan, eine bestehende Aidswaisen-Einrichtung bei Moshi umzubauen beziehungsweise zu erweitern, wurde nun doch zugunsten eines Neubaus wieder verworfen.

Dank der vielen Zegos-Spendengelder konnte bereits im September 2017 der Grundstein dazu gelegt werden. Zwei Bauunternehmer im Ruhestand, Franz Gerbl aus Griesbeckerzell und Vitus Lenz aus Obergriesbach, begleiteten den ersten Bauabschnitt vom Fundament bis zur Bodenplatte und legten dabei selbst mit Hand an.

Gerbl war die ersten zehn Wochen vor Ort. Er erzählt: „Von meinen 58 Kilogramm Reisegepäck war das meiste Werkzeug und Wurst.“ Momentan sei wegen der Regenzeit Baupause in Tansania. Im September wollen die beiden Maurermeister dann wieder auf die Baustelle, um die Außenmauern hochzuziehen. Laut Gerbl wird derzeit ein Container mit Werkzeug bestückt und in den nächsten Wochen auf den Weg nach Tansania gebracht.

Zum Freiluft-Benefizkonzert des MVO ist laut Vorsitzendem Bernd Broll die gesamte Bevölkerung des Umlandes eingeladen. Neben der musikalischen Unterhaltung ist im Brunnenhof-Biergarten für Essen und Trinken bestens gesorgt. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im Gemeinschaftshaus statt. Der Eintritt ist frei, jedoch werde ein „afrikanischer Klingelbeutel“ herumgereicht. Um auch den nächsten Bauabschnitt finanzieren zu können, ist Pater Apollinaris auf Spendengelder angewiesen.

Spendenkonto Wer den Bau des Behindertenheims unterstützen will, kann Spenden auf das Konto der Kirchenstiftung St. Verena, Sulzbach, bei der Obergriesbacher Filiale der Raiffeisenbank Kissing-Mering einzahlen unter der IBAN-Nr. DE40 7206 9155 0047 8169 52, Stichwort: Kinderheim Moshi.

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