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Kreis Aichach-Friedberg

30.04.2015

Nach schwerem Traktorunfall: Fahrer drohen bis zu drei Jahre Haft

Zehn Jugendliche wurden bei diesem Unfall im April am Kreisverkehr im Rehlinger Ortsteil Oberach verletzt.
Bild: Archivfoto: Josef Abt

Die Polizei ermittelt weiterhin gegen den 17-jährigen Traktorfahrer. Ihm drohen bis zu drei Jahre Haft. Die Verletzten sind mittlerweile wieder zu Hause.

Nach dem Anhängerunfall von Rehling ist weiter offen, mit welchen Konsequenzen der 17-jährige Traktorfahrer rechnen muss. Wie der Sprecher der Aichacher Polizei, Erich Weberstetter, erklärt, ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger Körperverletzung. Wenn die Polizei ihre Arbeit abgeschlossen hat, leitet sie die Anzeige an die Staatsanwaltschaft weiter.

Der Anhänger kippte und verletzte die Jugendlichen

Der 17-Jährige steuerte Mitte April einen Traktor, auf dessen Anhänger zehn Mitglieder der Landjugend Rehling im Alter von 15 bis 17 Jahren saßen. Die Jugendlichen hatten an einer Müllsammel-Aktion der Freunde der Natur teilgenommen. Im Kreisverkehr in Oberach kippte der Anhänger, die Jugendlichen wurden auf den Asphalt geschleudert und verletzten sich zum Teil schwer. Bei seinen mehrfachen Runden im Kreisel war der Traktorfahrer laut Polizei offenbar zu schnell. Bis auf einige wenige Ausnahmen dürfen auf Anhängern keine Personen mitfahren.

Unklar: Wurde Strafantrag gegen Fahrer gestellt?

Da die Ermittlungen noch laufen, will sich Weberstetter nicht dazu äußern, ob einer der Verletzten in der Zwischenzeit einen Strafantrag gegen den Fahrer gestellt hat. Das kann bei der Einstufung des Falles für die Staatsanwaltschaft eine wichtige Rolle spielen. Denn das besondere öffentliche Interesse an der Aufklärung des Falles steigt, wenn ein Strafantrag vorliegt. Der Strafrahmen bei einer Verurteilung wegen fahrlässiger Körperverletzung bewegt sich laut Weberstetter zwischen einer Geldstrafe und bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe. Der Vorstandssprecher der Rehlinger Landjugend, Bernhard Kober, glaubt nicht, dass einer der Verletzten einen Strafantrag gegen den Fahrer stellen wird.

Gute Nachrichten hat Kober, was den Gesundheitszustand der Verunglückten angeht. Alle Jugendlichen seien wieder zu Hause und auf dem Weg der Besserung. Auch der Verletzte, der sich das Sprunggelenk gebrochen hat, habe das Krankenhaus verlassen. ull

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