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Tour

28.08.2020

Naturperlen mit Rad erkundet

Bei der Radtour waren dabei: (von links) Wolfhard von Thienen (Kreisrat Grünen), Xaver Ziegler (Bürgermeister Hollenbach), Stefan Meitinger (Kreisrat CSU), Reinhard Herb (Kreisrat CSU), Fabian Streit (Bürgermeister Schiltberg), Anton Plöckl (Gemeinderat Dasing), Karl-Heinz Kerscher (Bürgermeister Kühbach), Leonhard Büchler (Kreisrat CSU), Josef Settele (Kreisrat AfD), Toni Schoder (Bürgermeister Inchenhofen) sowie Angela Rieblinger (Geschäftsführerin LPV).
Bild: Christina Niegl

Bürgermeister und Kreisräte informieren sich über Artenvielfalt und Landschaftspflege

Bestes Wetter hatten die Teilnehmer der E-Bike-Radtour, die vom Landschaftspflegeverband Aichach-Friedberg (LPV) organisiert wurde. Bürgermeister, Bürgermeisterinnen, Fraktionsvorsitzende des Kreistages und Kreisräte des Ausschusses für Umwelt, Klima und Energie waren vom LPV eingeladen, sich bei einer gemeinsamen Radtour zu besonderen Pflegeflächen über die Artenvielfalt und Landschaftspflege im Landkreis zu informieren. Der LPV schützt und entwickelt in Zusammenarbeit mit Vertretern des Naturschutzes, Landwirten, dem Landkreis sowie mit den Kommunen des Landkreises die Artenvielfalt und Naturschätze im Wittelsbacher Land. Damit die 24 Kilometer lange Strecke von Aichach aus zu den Biotopen ohne große Anstrengung bewältigt werden konnte, standen E-Bikes zur Verfügung. Die Tour ist Teil des Ur-Einwohner-Projektes „Die Trollblume – Perle der Kulturlandschaft im Wittelsbacher Land“, das auf Feuchtwiesen und Moore als bedrohten Lebensraum der gelben, kugelrunden Trollblume aufmerksam macht.

Zu den wenigen Stellen im Landkreis, an denen die Trollblume auch heute noch zu bewundern ist, ist das einzigartige Quellmoor beim Silberbrünnl bei Hollenbach, das die erste Station der Radler war. Die Trollblume ist im August nicht mehr in Blüte, dafür zeigte Angela Rieblinger, Geschäftsführerin des LPV, den Politikern seltene Pflanzen wie Torfmoose oder den Sonnentau, die versteckt im Unterwuchs wachsen und genau wie die Trollblume feuchte Bodenbedingungen benötigen. Werden die Flächen nicht gemäht, breiten sich Schilf und Erlen aus, die den seltenen Arten kaum mehr Licht zum Wachsen übrig lassen. Weiter ging es für die Teilnehmer nach Griesbeckerzell (Stadt Aichach) ins ursprüngliche Schindbachtal. Auch hier ist der Boden richtig nass, was hier ebenfalls eine einzigartige Vegetation hervorbringt. Neben Feuchtwiesen des Bachtals gibt es hier auch steile Sandmagerrasen.

Auf der blütenreichen Fläche werden aktuell Samen mit einer kleinen elektrobetriebenen Maschine eingesammelt. Die geernteten Samen werden anschließend an anderer Stelle ausgebracht, sodass dort auch ein Blütenmeer entstehen kann. Beispielsweise wurden die Samen von Griesbeckerzell in den vergangenen Jahren bereits auf eine Ausgleichsfläche bei Aichach, die im Rahmen der Tour besichtigt wurde, ausgebracht. Die Teilnehmer waren begeistert, was sich dort innerhalb weniger Jahre entwickelt hat. (AZ)

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