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26.05.2015

Pfarrer-Knaus-Heim macht Verluste

Das Pfarrer-Knaus-Heim mit Blick auf die Wohnanlage.
Bild: Helene Monzer

Kühbacher Einrichtung ist seit 2014 nicht mehr voll belegt. Federico Freiherr von Beck-Peccoz äußert sich zu Fragen zum Fortbestand

Seit 2014 sind nicht mehr alle Betten im Pfarrer-Knaus-Heim in Kühbach belegt. Das wirkt sich negativ auf die Bilanz aus. Immer wieder steht daher die Frage im Raum, ob das Weiterbestehen des Heimes gefährdet ist. Bei der gut besuchten Jahreshauptversammlung des Pfarrer-Knaus-Heim e.V. sagte dessen Vorstandsvorsitzender Federico Freiherr von Beck-Peccoz: „Solange ich noch gut schlafen kann – und das kann ich –, wird das Heim weiterbestehen.“

Er ist glücklich, dass in Kühbach ein Heim für die Bevölkerung besteht, das von der Marktgemeinde tatkräftig unterstützt wird. Erfreulich seien die Beurteilung des Landratsamtes und die MDK-Prüfung, die sehr gut ausgefallen war (wir berichteten). Für den großen Einsatz dankte der Vorsitzende dem Pflegepersonal. Die wirtschaftliche Lage des Pfarrer-Knaus-Heimes ist sehr angespannt, da das Heim mit Verlust arbeitet. Wichtig ist daher, dass eine Vollbelegung erreicht wird. Mit dem zurückliegenden Grundstücksverkauf ist momentan wieder für Liquidität gesorgt (wir berichteten). Doch der Markt Kühbach ist auch bei künftigen Investitionen wieder gefordert. Die vielen Auflagen wirken sich finanziell nachteilig auf das Heim aus. So verlangt die Gesetzgebung laut von Beck-Peccoz künftig auch bei kleinen Heimen mit 30 Betten wie in Kühbach eine professionelle Heimleitung. Die Heimleitung hat derzeit von Beck-Peccoz inne. Der Verein will die Voraussetzungen für einen Heimleiter schaffen und eventuell eine Kooperation mit einem anderen Haus eingehen.

Auch Bürgermeister Johann Lotterschmid ist der Erhalt des Pfarrer-Knaus-Heimes sehr wichtig, wie er betonte. Er sei froh, dass sich der Baron so dafür einsetze, sagte Lotterschmid. Er sicherte zu, dass die Marktgemeinde auch in Zukunft für das Heim einstehe. Zu den kritischen Stimmen zu dem Grundstücksverkauf sagte er: „Der Verkauf war die einzige Möglichkeit, das Heim zu halten, um Liquidität zu schaffen.“ Pfarrer Paul Mahl war in seinen Worten voll des Lobes und des Dankes für Federico Freiherr von Beck-Peccoz, das Pflegepersonal und für die gute Unterstützung durch die Marktgemeinde. Andrea Reiser und Ernst Hüttner hatten die Bilanz erstellt. Hans Werner Barkofen, der mit Erika Wagner die Kasse geprüft hatte, bescheinigte eine einwandfreie Buchführung. Der Vorstand wurde daraufhin einstimmig entlastet. Am Ende betonte der Vorstandsvorsitzende, wie wichtig es ist, dass das Heim voll belegt ist. Kurzzeitpflege sei wegen der Gesetzgebung nicht möglich. Als eine Alternative nannte er allerdings, freie Zimmer zeitlich begrenzt als Urlaubszimmer zur Entlastung für Angehörige zu vermieten.

Von Beck-Peccoz betonte: „Die letzte Bleibe sympathisch und familiär zu gestalten, ist nur möglich, weil das Kühbacher Seniorenheim mit 30 Plätzen klein und überschaubar ist.“ (mz)

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