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Affing

21.03.2014

Rot für die Ampel, grün für Kreisel?

Einbiegen in die Staatsstraße, das ist in Mühlhausen zu den Stoßzeiten am Morgen und Abend kaum möglich. (von Mühlhausen aus gesehen).
Bild: Archiv Abt

Die Mühlhauser Bürger wollen eine schnelle Lösung an der Staatsstraße. Drastische Situation zu den Hauptzeiten

Wann die Ortsumgehung kommt, weiß keiner. Das Verkehrsproblem in Mühlhausen aber nimmt zu. Gerade was die Einmündung des Gewerbegebietes „Am Unterkreuthweg“ anbelangt, hoffen die Bürger nun auf eine schnelle Lösung. Eine Ampel wollen sie nicht, wie sie mit Unterschriften bekräftigt haben. Jetzt will der Gemeinderat untersuchen lassen, ob ein Kreisverkehr eine Lösung sein könnte.

Das Thema stand plangemäß in der ersten Sitzung nach der Wahl auf der Tagesordnung. Sie verlief ruhig, das Wahlergebnis war kein Thema.

Das Thema Ampel hatte der Gemeinderat bereits im Januar diskutiert. Wolfgang Hörmann schilderte die drastische Situation an der Staatsstraße gerade zu den Hauptverkehrszeiten. Wer einbiegen wolle, habe praktisch keine Chance. Dass eine Ampel eine Lösung sein könnte, bezweifelte man allerdings im Gremium. Da verlagere sich das Problem nur nach hinten, hieß die Befürchtung.

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Sowohl einen Kreisel als auch Ampel denkbar

Inzwischen hat die Gemeinde Affing noch einmal mit dem Straßenbauamt gesprochen. Wie Bürgermeister Rudi Fuchs in der Sitzung am Dienstag berichtete, hält die Behörde sowohl einen Kreisel als auch eine Ampel für denkbar, wenn nachgewiesen wird, dass die Maßnahme wirkungsvoll ist. Beim Kreisverkehr sei mit rund 400000 Euro Kosten zu rechnen, Zuschüsse sind möglich. Eine Lichtsignalanlage komme samt Umbauten auf rund 150000 Euro plus rund 10000 Euro Unterhalt jährlich.

Über eine Ampel diskutierte der Gemeinderat nicht mehr. Zur Debatte stand ein Gutachten, um zu erfahren, ob sich ein Kreisverkehr überhaupt realisieren lässt. Die langjährigen Ratsmitglieder Reiner Baumgartl und Erich Menhart konnten sich an eine Untersuchung um die Jahrtausendwende erinnern.

Es ist fraglich, ob der Platz reicht

Damals hieß es, die Platzverhältnisse seien nicht ausreichend. Dann könne man sich die 10000 Euro Ausgaben für ein Gutachten sparen, „denn die Platzverhältnisse haben sich ja nicht geändert“, sagte Josef Tränkl. Bürgermeister Fuchs verwies darauf, dass sich aber inzwischen die Richtlinien für Kreisverkehre geändert haben.

Georg Engelhard betonte: „Es muss eine Lösung geschaffen werden bei dem ewigen Dilemma.“ Er plädierte für eine vernünftige Untersuchung. Einstimmig (Hubert Brucklachner fehlte) beschloss der Gemeinderat schließlich, dass die Verwaltung bei Professor Kurzak ein Angebot für ein Gutachten einholen wird.

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