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Hollenbach

09.03.2014

Schulden sind bald kein Thema mehr

Beschlossene Sache: Neben dem Rat- und dem Feuerwehrhaus wird bald auch der Kindergarten von einer Hackschnitzelheizung mit Wärme versorgt.
Bild: Archivfoto: Christian Kirstges

Davon träumen andere Gemeinden: Hollenbach könnte in wenigen Jahren schuldenfrei sein

Hollenbach Bei den fünf Bürgerversammlungen vor einigen Wochen war bereits klar: Die finanzielle Lage der Gemeinde Hollenbach kann sich sehen lassen. Vor diesem Hintergrund war es keine Überraschung, als Kämmerer Richard Baur dem Gemeinderat am Donnerstag erklärte: „Ich bin zuversichtlich, dass wir 2016 schuldenfrei sind.“ Ende 2014 werde die Kommune noch mit 317000 Euro in der Kreide stehen. Baur erläuterte den Haushaltsentwurf für 2014, ehe der einstimmig beschlossen wurde. „Sehr solide aufgestellt“, nannte Bürgermeister Hans Riß den Etat.

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In den Plänen für die folgenden Jahre sind bereits große Beträge für einige kostspielige Vorhaben eingetragen. Hans Sedlmeir machte sich stark dafür, für die Wege, die vor rund 40 Jahren in den Siedlungsgebieten entstanden, 200000 oder 250000 Euro vorzusehen. Noch in diesem Jahr sollte sich ein Gremium mit dieser Angelegenheit befassen.

Nur wenige Positionen boten am Donnerstag Anlass zu Fragen. Etwa der Energieverbrauch für Betriebszwecke bei der Abwasserentsorgung. Dort wird im laufenden Jahr mit 40000 Euro kalkuliert, 2012 lag die Jahresrechnung bei 31400 Euro. Die Stromkosten seien sehr schwankend, hieß es zur Erklärung.

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Der gemeindliche Anteil an der Einkommenssteuer beläuft sich auf 1,1 Millionen Euro. Das führe daher, dass man – so Riß – in der Gemeinde Hollenbach nahezu von Vollbeschäftigung reden kann.

Die Entscheidung ist gefallen: Rathaus, Feuerwehrhaus und Kindertagesstätte werden künftig an die Hackschnitzelheizung angeschlossen, die Hans Sedlmeir auf dem Nachbargrundstück betreibt. Eine grobe Schätzung hatte vorab Gesamtkosten von 222000 Euro netto ermittelt, 72000 Euro davon gehen zulasten der Gemeinde. 2015 soll gebaut werden.

Das bedeutet aber, dass die marode Heizung im Kindergarten im nächsten Winter noch benötigt wird. Bürgermeister Hans Riß bezog klar Stellung: „Meine Bitte: Der Gemeinderat möge der großen Lösung zustimmen.“ In diesem Sinne entschied die komplette Runde. Rupert Reitberger bekräftigte: „Die große Lösung ist die sinnvolle.“ Und Alois Lechner sprach von der „idealen Lösung“. Über Details der Vereinbarung wird die Gemeinde mit Hans Sedlmeir, der am 30. April aus dem Gemeinderat ausscheidet, noch zu reden haben.

Die geplante Nutzungsänderung in der ehemaligen Pizzeria in Hollenbach wurde vertagt. Lediglich Hans Riß und Paul Pfundmeier wollten sogleich zustimmen. Laut Antrag sollen im Keller und im Erdgeschoss sechs Wohnungen eingebaut werden. Im Obergeschoss sind bereits Wohnungen zugelassen. Schon seit Monaten ist bekannt, dass in der Hauptstraße 56 in Hollenbach voraussichtlich Asylbewerber einziehen. Noch geklärt werden muss, wie die erforderlichen Stellplätze ausgewiesen werden können.

Asylbewerberheim: Will Antragsteller daran verdienen?

Nun entzündete sich eine Debatte. Michael Haas vertrat die Auffassung, hier versuche einer „maximalen Gewinn“ zu machen; die Gemeinde aber müsse die Lasten tragen. Aus diesem Grunde solle man den Antragsteller beteiligen: „Wir haben zwei Monate Zeit, wir sollten das Gespräch mit ihm suchen.“ Alois Lechner meinte: „Ich verstehe die Bedenken. Ich sehe aber rechtlich keine Handhabe.“ Franz Xaver Ziegler verlangte, der Antragsteller sollte sein Konzept vorstellen.

Das Thema wurde zurückgestellt, in der Zwischenzeit soll mit dem Käufer des Anwesens gesprochen werden.

Baurecht Westlich des Ziegeleiwegs in Hollenbach wurde eine Bauvoranfrage im Außenbereich abgelehnt. Hier ist eine Ortsrandsatzung erforderlich. Die Planung wurde an Paul Kienberger vergeben.

Bauanträge Im Krebsbachweg 7 in Schönbach darf eine Dachgaube in einem Haus eingebaut werden. Ein Dachgeschoss kann in der Maria-Eich-Straße 23 in Motzenhofen abgebaut und ein Obergeschoss errichtet werden.

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