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31.10.2009

Sein zweites Zuhause trägt nun seinen Namen

Thierhaupten (bra) - Im Rahmen eines Festaktes hat der Sportverein Thierhaupten sein Sportgelände an der Meitinger Straße nach seinem in diesem Jahr verstorbenen langjährigen Vorsitzenden und Ehrenvorstand Adalbert Mayr benannt.

Bevor sich die über 100 geladenen Gäste auf dem Hauptspielfeld vor dem Vereinsheim versammelten, wurde in der Pfarrkirche ein Gedenkgottesdienst für Adalbert Mayr und alle Verstorbenen des SV Thierhaupten zelebriert. Ortspfarrer Werner Ehnle merkte an, dass der am 1. März diesen Jahres mit 78 Jahren verstorbene Adalbert Mayr völlig zu Recht mit der Namensgebung geehrt werde.

Auf der weitläufigen Sportanlage, die Adalbert Mayr durch sein Wirken und seine Entscheidungen in seiner fast 25-jährigen Tätigkeit als Vorsitzender geprägt hat, war für diesen Festakt alles gerichtet. Das Vereinsheim wurde innen wie außen extra mit einer neuen Farbe getüncht, die Laufbahn wurde auf Vordermann getrimmt.

Vorsitzender Bernd Petermeier zeigte sich erfreut, dass der Einladung nicht nur die fast komplette Familie gefolgt war, sondern auch viele Gründungsmitglieder und die Ehrenamtlichen des Vereins. "Adalbert war die Seele des Vereins und hat sich immerwährende Verdienste erworben", sagte Petermeier. Und so brandete dann viel Applaus auf, als Petermeier zusammen mit dem ältesten Kind der Familie, Albert Mayr, den über neun Meter langen, farbenfrohen Schriftzug "Adalbert-Mayr-Sportanlage" über dem Vereinsheim enthüllte.

Sein zweites Zuhause trägt nun seinen Namen

In seinem Grußwort gratulierte Bürgermeister Franz Neher dem fast 1300 Mitglieder starken Sportverein, das Vereinsgelände nicht nach einem Sponsor zu benennen, sondern nach einem Menschen, der viele Jahrzehnte im Ehrenamt gewirkt hatte. Er erinnerte an das Schaffen Mayrs für den Sportverein, und daran, dass Mayr über 30 Jahre im Marktgemeinderat Verantwortung gezeigt hatte, Kreisrat war und mit drei bemerkenswerten Büchern Bleibendes für den Ort geschaffen hatte. Die Festansprache wurde vom ehemaligen Rektor der Volksschule und langjährigen Weggefährten Rudolf Anlauf gehalten. Er erinnerte an die Redensart "Wo es mir gut geht, da ist mein Zuhause". Adalbert Mayr hatte zwei Zuhause. Das Anwesen der Familie mit seiner Frau Helga und den sechs Kindern in der Augsburger Straße und das "seiner" Sportlerfamilie an der Meitinger Straße. Ein bekanntes Bild auf der Sportanlage war seine Frau Helga im Vereinsheim als gute Seele und Adalbert als Arbeiter mit Sense, Rechen und Schaufel. Rudolf Anlauf wusste aber auch aus den sportlichen Anfängen zu berichten, als Adalbert Mayr als 17-Jähriger am 10. März 1948 auf der Gründungsversammlung des SVT mit "Feuer und Flamme" dabei war, oder dass Mayr beim ersten Spiel einer Mannschaft des Vereins beim 1:6 gegen den VfL Westendorf das Ehrentor geschossen hatte.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt dann von Sängerin Bernadette Lang Zur Erinnerung wurde eine stattliche Blutbuche gepflanzt.

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