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Griesbeckerzell

18.08.2020

Sommer-Serie: Die Griesbeckerzeller genießen ihren Urlaub daheim

Sabine Utz nutzt das schöne Wetter zum Streichen der hölzernen Fensterläden.
Bild: Gerlinde Drexler

Plus Die Griesbeckerzeller nutzen die Sommerzeit für Arbeiten in Haus und Garten. Urlaubsfeeling ist im Aichacher Stadtteil fast immer dabei – sogar beim Fensterladen-Streichen.

Auch der Sommer daheim hat viele tolle Seiten. Wie die in den Gemeinden im AN-Verbreitungsgebiet aussehen, zeigen wir auch heuer in unserer Sommerserie „Sommer in? …“. Heute sind wir im Aichacher Stadtteil Griesbeckerzell.

Ein einzelner Jogger dreht seine Runde durch Griesbeckerzell, ein paar Radfahrer strampeln durch den Aichacher Stadtteil. Die sommerliche Hitze lässt die Menschen nachmittags eher in den Häusern bleiben, scheint es. Der Eindruck täuscht jedoch. Einige nutzen die Zeit, um im Haus oder im Garten zu werkeln. Für manche ist das sogar mit einem gewissen Urlaubsfeeling verbunden.

An Urlaub denkt Thomas Tausend gerade weniger. Zusammen mit seinem Neffen Alexander Mahl ist er dabei, den Garten anzulegen. Der achtjährige Alexander sitzt in einem kleinen Bagger und verteilt Erde. Tausend zieht sie mit einem Rechen ab und ebnet den Boden ein. Ist er mit einem Stück fertig, geht es beim nächsten weiter. „Dann fülle ich wieder auf“, sagt Alexander stolz. Gerade kommt ein Traktor mit Anhänger und bringt eine weitere Fuhre Erde. Tausend klettert in den zweiten Bagger und lädt den Nachschub ab, damit sein Neffe die Erde dann wieder verteilen kann.

Griesbeckerzell: Gartenarbeit und Urlaub daheim

Der Achtjährige erzählt, dass der Garten vorher ganz anders aussah. „Da waren Bäume und eine Hecke drin.“ Auch das Haus selbst sah früher anders aus. Tausend baute das ehemalige Sparkassen-Gebäude um. Seit 2018 beschäftigt ihn das Projekt. Er erinnert sich: „Ich war unten mit dem kleinen Bagger drin und habe Wände rausgerissen.“ Das Anlegen des Gartens ist der letzte Akt, dann ist das Projekt abgeschlossen. Ein leichtes Aufatmen ist bei Tausend herauszuhören, wenn er sagt, dass er nur noch Mähkanten setzen und Humus ausbringen muss, bevor das Gras angesät wird.

Während Tausend in der prallen Sonne arbeitet, werkeln seine Nachbarn, die Buchers, an einem schattigen Plätzchen. Sie sind gerade damit fertig geworden, die Fliesen im Eingangsbereich der Wohnung neu zu verlegen. „Werkeln, werkeln – aber alles mit Ruhe und Gelassenheit“, sagt das Ehepaar.

Zusammen mit seinem Neffen Alexander Mahl ist Thomas Tausend dabei, den Garten anzulegen.
Bild: Gerlinde Drexler

Nach der Arbeit werden sie sich an ihren „Mini-Gardasee“ zurückziehen, wie sie den kleinen See in ihrem Garten nennen. „Da sitzen wir abends und trinken Rotwein.“ Dazu wird etwas Schönes gekocht. „Etwas Mediterranes.“ Die beiden verbringen ihren Urlaub meistens am „Mini-Gardasee“. Schon wegen der fünf Katzen sei es nicht so einfach, groß in Urlaub zu fahren, erzählen sie.

Auch Sabine Utz hat sich ein schattiges Plätzchen unter dem Vordach in der Einfahrt gesucht. Dort streicht sie Fensterläden. „Jeden Tag ein paar“, hat sie sich vorgenommen. Streichen würde sie total gerne, erzählt Utz. Genauso wie weißeln. „Nur auf ein Gerüst klettern kann ich nicht.“ Statt in Urlaub zu fahren, steht bei Familie Utz heuer Fassadenstreichen auf dem Programm. Vor Corona hatten sie geplant, nach Hamburg oder an die Nordsee zu fahren. „Aber da ist mir jetzt ehrlich gesagt zu viel los“, sagt Utz. Je nachdem, wie sich die Corona-Lage entwickelt, will die Familie den Urlaub im Norden Deutschlands vielleicht nächstes Jahr nachholen.

Corona-Zeit: Täglich eine Joggingrunde im Wald

Utz sieht das ganz entspannt: „Wenn das Wetter bei uns so schön ist, kann man sich auch hier gut aufhalten.“ Im Rasen steht eine Liege, um die Ecke ist ein kleiner Whirlpool. Außerdem hat sich Utz während der Corona-Zeit angewöhnt, fast täglich eine Joggingrunde im Wald zu drehen.

Auch Melanie Gerbl fühlt sich wie im Urlaub. Die 42-Jährige ist mit Gartenarbeiten beschäftigt. Vor drei Jahren hätten sie mit dem Hausbau begonnen und dann den Garten angelegt, erzählt sie. Jetzt freut sie sich, dass alles wächst. Nach all dem Geröll und Staub während der Bauphase „genieße ich, dass alles bunt ist“. An der Terrasse stehen einige Töpfe, in die sie sogenannte Tempelbäume gepflanzt hat. Die Pflanzen würden in Asien wachsen, erzählt sie. Je mehr Sonne scheint, umso intensiver würden sie duften. Gerbl schließt genießerisch die Augen: „Der Duft ist für mich wie Urlaub.“

Heuer waren wir für die Sommer-Serie auch schon in Petersdorf: Sommer-Serie: In diesem Sommer gibt es in Petersdorf viel zu tun

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