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Aktion

30.01.2017

Spezialitäten frisch aus dem Schlachtkessel

45 halbe Schweinsköpfe, dazu vieles mehr wie Bauchfleisch und Innereien kommen in die Kessel, wo dies gekocht wird und dann dieses Kesselfleisch den vielen Mitgliedern vorgesetzt wird. Von rechts Markus Vötterl, Matthias Huber, Johann Sayer, Franz Schwab, Gerald Schweiger, Adi Gabelsberger und Uli Schwab.
Bild: Josef Abt

Aindlinger Bayernfans stärken sich beim Kesselfleischessen. Das ist immer mehr gefragt

Darauf hatten sie schon lange gewartet, die Mitglieder der „Bayernfans Aindling 2000“: auf das erste Kesselfleischessen im neuen Jahr. Die gesellige Veranstaltung ist gefragt. Sie wurde erneut zu einem Erfolg. Kesselfleischessen sind heutzutage wieder gefragt.

Ein erfolgreiches Wochenende also für die Fans im nun fast 400 Mitglieder zählenden Bayern-Club, zumal ihre Mannschaft am Samstag das Auswärtsspiel in Bremen gewonnen hat. Tags davor hatten sich dafür an die 90 Besucher beim Kesselfleischessen beim Moosbräu in Aindling stärken können.

Solche organisierte Kesselfleischessen werden in der Region verstärkt angeboten. Es finden sich immer mehr Liebhaber dieser Spezialitäten frisch aus dem Schlachtkessel. Früher gab es in den Dörfern noch in fast jedem Anwesen Hausschlachtungen. In der Regel waren auch Freunde, Verwandte, Bekannte oder Nachbarn eingeladen, um Schweine-Spezialitäten frisch aus dem Kessel zu genießen. Heutzutage gibt es solche Hausschlachtungen nur noch ganz selten. Daher bieten manche Gaststätten solche „Events“ mit deftigem Essen in den Wintermonaten verstärkt an. Dabei kommt auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Neben dem Vorstand der „Bayern- fans Aindling 2000“ um Vorsitzenden Franz Schwab gehört dessen Bruder Uli Schwab zu den wichtigsten Akteuren an einem solchen Tag. Er ist der Kassier des Vereins und von Beruf Metzger. Der Fachmann sorgt mit einigen Helfern dafür, dass die vielen hungrigen Mäuler auch pünktlich versorgt werden können.

Im Hof der Gaststätte Moosbräu in Aindling waren gleich vier riesige Kochkessel aufgereiht, in denen immerhin 45 halbe Sauköpfe, an die 40 Kilogramm Bauchfleisch und eine Menge Innereien wie Niere oder Leber rund eine Stunde lang gekocht wurden.

Dann strömten sie langsam herbei, die Fans, Freunde und Gönner dieses Fanclubs und die, für die Mitglieder kostenlose Schlacht am langen Buffet konnte beginnen. Da standen sie dann, rund 80 bis 90 Gäste beidseitig an einer langen Tafel und jeder konnte sich bedienen an den verschiedenen Spezialitäten in den Schüsseln, die immer wieder frisch aus den Kesseln nachgefüllt wurden. Dazu gab es Brot, die entsprechenden Gewürze und rohe Zwiebeln. Es machte Spaß hier zuzuschauen. Jung und Alt fanden sich ein, unter die Männer mischen sich inzwischen immer mehr Frauen, die sich ebenso für diese Kesselfleischessen begeistern können.

Wie sagte dann Franz Schwab auch scherzhaft als Anspielung an die konkurrierenden Fans der anderen Münchener Mannschaft, den Sechzigern: „Wir hätten auch nichts dagegen, wenn einige ’Blaue’ kommen würden, die würden wir auch noch mit versorgen.“

In der Regel bleibt dann immer einiges übrig. Doch das steuerten die Verantwortlichen bewusst so, denn mit den Resten stellte Uli Schwab anschließend vor Ort gleich Leberwürste her. Diese fanden reißend Absatz bei den Fans für die Brotzeit für Zuhause.

In Kürze ist die gleiche Veranstaltung noch einmal geplant, der Termin dazu wird rechtzeitig bekannt gegeben. Ein anderer Termin aber steht bereits, wie der Vorsitzende Franz Schwab die Mitglieder vom Fan-Club informierte. Es handelt sich um die Generalversammlung. Diese findet am Mittwoch, 24. Mai, (Vorabend von Christi Himmelfahrt) um 20 Uhr beim Moosbräu in Aindling statt.

Zudem gibt es für alle Interessenten Karten zum DFB-Pokalspiel des FC Bayern gegen Wolfsburg am Dienstag, 7. Februar. Spielbeginn in München ist um 20.45 Uhr. Es fährt auch ein Bus ab Aindling. Karten gibt es bei Franz Schwab oder Matthias Huber.

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