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Geburtshilfestation

30.11.2018

Strohmayr fordert Plan für Geburtskliniken

SPD-Landtagsabgeordnete initiiert Online-Petition und schreibt an Ministerpräsident Söder

Die SPD-Landtagsabgeordnete Simone Strohmayr fordert die Staatsregierung auf, „einen vernünftigen Plan zu entwerfen, wo Geburtskliniken in Zukunft hinsollen und wo nicht“. Auf keinen Fall dürfe die Situation entstehen, dass es in den ländlichen Regionen keine Einrichtungen mehr gibt, so Strohmayr.

„Die Kliniken mit Geburtsstationen müssen zur Sicherheit von Müttern und Kindern mit der entsprechenden Versorgung, Notfallsystemen und den dafür notwendigen finanziellen Mitteln ausgestattet werden“, erklärte sie. Gesundheit und die Versorgung an den Kliniken seien ganz klar Aufgabe des Freistaates.

Ergänzend zum Schreiben, mit dem sie sich an Ministerpräsident Markus Söder wendet, initiierte sie nun eine Petition, in deren Rahmen sie Unterschriften sammelt. Die Petition fordert, die Zukunft der Klinken mit Geburtsstationen im ländlichen Raum zu sichern. Es sollen ausreichend große Finanzspritzen an die Geburtskliniken erfolgen, um deren Existenz zu sichern. Hebammen müssten laut der Petition mit einer verlässlichen Finanzierung rechnen, damit sie an Kliniken in vollem Umfang eingesetzt werden können. Gleiches gelte für Belegärzte und Gynäkologen. Es solle auf ortsnahe Angebote gesetzt werden und eine zuverlässige Versorgung im ländlichen Raum geschaffen werden.

Zur Begründung der Petition hieß es unter anderem, dass sich die Situation der Hebammen und der Geburtshilfe in Bayern kontinuierlich zuspitze, vor allem in den ländlichen Regionen. Als Beispiel wird die Situation der vergangenen Monate in Aichach angeführt. Der Freistaat stehe in der Pflicht, die Strukturen so zu schaffen und zu erhalten, dass Kliniken im ländlichen Raum mit ihren Geburtsstationen erhalten und gestärkt werden. Das Gegenteil sei in der Vergangenheit der Fall gewesen.

Es gebe immer weniger Hebammen und Gynäkologen in den Krankenhäusern. Schuld daran seien die geringe Vergütung und die angestiegenen Arbeits- und Haftungskosten. In ländlichen Krankenhäusern würden die Wochenbetten überwiegend von Belegärzten und freiberuflichen Hebammen betreut, in städtischen Krankenhäusern sei das anders.

Auch der bayerische Koalitionsvertrag berücksichtige Geburtsstationen im ländlichen Raum nicht ausreichend, so Strohmayr. Dort sei eine einmalige Zahlung von 5000 Euro zur Erleichterung des Berufseinstiegs an Hebammen festgeschrieben. Das sei laut Strohmayr jedoch ein Tropfen auf den heißen Stein. (AN)

Unterschrieben werden kann online: openpetition.de/!kmypl

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