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Gemeinderat

22.01.2016

Todtenweis erwartet die ersten Flüchtlinge

Im Frühjahr sollen Asylbewerber im Ortsteil Sand untergebracht werden. Für sie wird ein Haus in der Wiesenstraße hergerichtet. Außerdem fiel in der Sitzung eine Entscheidung in Sachen Friedhof

In der Gemeinde Todtenweis lebt nach wie vor kein einziger Asylbewerber. Das wird sich in absehbarer Zeit ändern. Wie Bürgermeister Konrad Carl in der Sitzung des Gemeinderats am Mittwoch mitteilte, zeichne sich in der Wiesenstraße in Sand zu „99 Prozent“ eine Lösung ab. Dort werde derzeit ein Haus so hergerichtet, dass es im Frühjahr für knapp 20 Personen bezugsfertig ist.

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Der Weg zur nächsten Bushaltestelle ist weit

Der Gemeinderat hatte sich schon wiederholt mit diesem Thema befasst. Am 9. Oktober fand in der Schule – wie berichtet – eine Infoveranstaltung statt. Es wurden Container ins Auge gefasst mit einem möglichen Standort im Gewerbegebiet. Dort wäre eine Integration der neuen Bewohner schwierig, der Weg zur nächsten Bushaltestelle sei weit. Eine Vorstellung, die dem Bürgermeister missfiel. Nun freut er sich darüber, dass die Kommune keine Container kaufen muss, nachdem sich eine Familie gefunden hat, die Wert darauf legt, dass Familien bei ihr einziehen werden. „Es wäre sinngebend, dass wir klein anfangen“, so Carl. In der Gemeinde Todtenweis leben knapp 1400 Einwohner. Weitere Informationen zum Thema Flüchtlinge sind bei der geplanten Bürgerversammlung am Mittwoch, 3. Februar, zu erwarten.

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Gleich drei Punkte auf der Tagesordnung im öffentlichen Teil der Sitzung hatten den Friedhof in Todtenweis zum Inhalt. Über die weiteren Möglichkeiten einer Urnenbeisetzung wurde länger debattiert. „Wir müssen zu keinem Ergebnis kommen“, betonte Carl. Damit ist erst bei einer Sitzung zu einem späteren Termin zu rechnen.

Richard Eberle, der Zweite Bürgermeister, vertrat diese Auffassung, der auch der Erste Bürgermeister zustimmte: „In Todtenweis haben wir eine bestimmte Friedhofskultur, die ist bei uns relativ streng.“ Eine freie Gestaltung des Gottesackers würde daher auf Widerstand stoßen. Petra Wackerl, die Dritte Bürgermeisterin, regte an, man sollte Plätze vorsehen, auf denen Grablichter abgestellt werden können.

Die vorhandenen Stelen bieten Platz für 14 Kammern, drei davon sind noch nicht belegt. Nun sollen 14 weitere Kammern dazu kommen. Die Verwaltung erhält den Auftrag, Alternativen zur Urnenbeisetzung wie Baumgrabstätten mit Gedenkplatte, ein Urnengemeinschaftsgrab mit Gedenksäule oder ähnliche Varianten weiter zu verfolgen.

Mit 9:4 Stimmen wurde beschlossen, reine Urnengräber bereit zu stellen. Um Gestecke und Kränze zu entsorgen, stellt die Gemeinde im Bauhof einen Container auf, der ein Fassungsvermögen von 770 Litern aufweist und alle zwei Wochen geleert wird. Die jährlichen Kosten belaufen sich auf 1386 Euro. Die Mitarbeiter des Bauhofs erhalten den Auftrag, Gestecke und Kränze, die im Friedhof abgelegt wurden, mitzunehmen.

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