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Konzert

01.08.2017

Tonträger lassen in Mauerbach ihr Licht scheinen

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A cappella im Canada-Biergarten präsentierte der Aichacher Jazz-, Gospel- und Popchor Die Tonträger unter der Leitung von Arnold Fritscher (vorne am Keyboard). Die Chormitglieder: (von links) Sabine Bux, Andrea Gschoßmann, Anna Tremmel, Vera Mader, Johanna Fritscher, Verena Krobok, Christophero Calabro, Johannes Breuer, Simon Paulus, Kilian Kirschner, Markus von Ciriacy-Wantrup, Florian Linscheid und Stefan Mader (drums).

Chor singt im Canada-Biergarten a cappella ruhige Balladen und Punkrock. Und einer überrascht mit Bodo-Wartke-Songs

Mit einem derartigen Andrang hatten selbst die kühnsten Optimisten nicht gerechnet. Sogar Canada-Chef Rainer Knauer war überrascht angesichts seines übervollen Biergartens beim Konzert der Tonträger am Sonntagabend in Obermauerbach (Stadt Aichach). Mit Klassikern und neuen Stücken im Gepäck präsentierte sich der Jazz-, Gospel- und Popchor, der sich in der Mehrzahl aus ehemaligen Schülern des Aichacher Gymnasiums zusammensetzt.

„A cappella im Biergarten“: Auf ein Wagnis ließ sich Arnold Fritscher mit seinen Sängern ein – und die Resonanz war nicht zu übersehen. Allein die Technik wollte nicht so recht mitspielen, denn die gewünschte – und im Biergarten auch erforderliche – „Verstärkung“ der ausdrucksvollen Stimmen ließ gerade bei den ruhigeren Stücken etwas zu wünschen übrig.

Und ruhig begann das Konzert mit „In This Heart“ von Sinéad O’Connor und „Viva la Vida“ von Coldplay, ehe eine Interpretation des Hits „21 guns“ der amerikanischen Punkrockband Green Day aufhorchen ließ. Für gelungene Solo-Einlagen sorgte Florian Linscheidt, eine der Bassstimmen des Chores, mit Songs des Klavierkabarettisten Bodo Wartke. Sogar die Chormitglieder zeigten sich überrascht und schmunzelten, als er dabei seine Liebe gestand zu „Andrea: Wär ich Jason, dann wärest Du Medea … es gibt sogar Momente, da wär ich gern Dein BH!“ Nach einer Version des irischen Traditionals „Sally Gardens“ stellte Chorleiter Fritscher sein Abba-Medley vor, das er vor Jahren anlässlich eines „besonderen Turnwettbewerbs“ geschrieben hatte. „Dabei kam es den Veranstaltern nicht nur auf den Sport, sondern auf die Vielseitigkeit an. Unsere Kombination mit Turnen und Singen überzeugte damals und gewann“, erzählte er. Eine interessante Version der Hubert-von-Goisern-Ballade „Weit weit weg“ schlug vor der Pause die Brücke zu einer gelungenen musikalischen Reise mit Toto nach Afrika.

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Schwungvoll startete der zweite Teil des Konzerts mit dem bekannten Gospel-Song „This Little Light of mine – I’m Gonna Let It Shine“. Bei der Version von „Wie kann es sein“ von der A-cappella-Gruppe Wise Guys kamen sentimentale Gefühle auf. Schmissiger wieder das Barbershop-Traditional „George Jones“, ehe Florian Linscheidt noch mal mit flinken Fingern über die Keyboardtasten fegte und Bodo Wartke zum Besten gab.

Nach dem Gospel-Song „Ride the Chariot“ präsentierte Fritscher mit seinem „Traumlied“ eine Eigenkomposition aus dem selbst geschriebenen Steinzeit-Musical „Edward“, das 2009 mit Schülern am Aichacher Gymnasium zur Aufführung kam. Bei „Some Nights“ der Indie-Popband Fun schließlich spürte man das Bedürfnis der Biergartenbesucher mitzuklatschen. Mit einer Zugabe und „Goodnight Sweetheart“ verabschiedeten sich die Interpreten von ihrem Publikum.

Arnold Fritscher wies am Ende wegweisend auf das Tonträger-Konzert am Sonntag, 15. Oktober, auf Schloss Blumenthal hin. Er versprach: „Da singen wir dann richtig …“ und meinte damit „ohne Verstärker“.

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