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13.01.2012

Türkische Lieder klingen auch auf Bayerisch gut

Der „boarische“ Türke Yasar Dogan beim Interview mit BR-Redakteur Thies Marsen. In der Hand das türkische Saiteninstrument, seine Saz.
Bild: Foto: privat

Der Aichacher Yasar Dogan spielt auf einem türkischen Instrument türkische Volksmusik – und singt dazu auf Bayerisch

Aichach. Musik verbindet. Das ist bekannt. Dass Musik auch Vorurteile und Fronten abbauen kann, davon ist der Aichacher Türke Yasar Dogan überzeugt. Er hat ein türkisches Volkslied ins Bayerische übersetzt, um die Gemeinsamkeiten von Türken und Bayern aufzuzeigen. Im Rahmen einer Sendung zu 300 Jahren türkisch-bayerischer Migrationsgeschichte wird er damit am Sonntag um 12.05 im Radio auf Bayern 2 mit seiner Saz, einem türkischen Saiteninstrument, zu hören sein.

Der 42-jährige Familienvater ist Musiker mit Leib und Seele. Bei einem Musikertreffen übersetzte er spontan ein türkisches Volkslied ins Bayerische – und stieß auf helle Begeisterung. Das brachte ihn auf die Idee, einen Beitrag zur Vermittlung zwischen Türken und Deutschen zu leisten. „Wir alle sind Menschen mit den gleichen Gefühlen: Heimweh, Liebesschmerz, Hunger“, erklärt der Aichacher. Seine Heimatgegend, die er vor 37 Jahren verließ, habe viel mit Bayern gemeinsam. Vor allem die Heimatliebe. Das will er durch seine Übersetzungen aufzeigen. Für ihn ist Musik ein schöner Kulturüberträger. „Die Lieder drücken aus, welche Probleme Türken in der Fremde haben, was sie fühlen“, erläutert er. Durch die Übersetzung mache er die Musik einem breiteren Publikum zugänglich und versuche so, die Menschen zusammenzubringen.

Seine übersetzten Volkslieder seien schon auf viel positive Resonanz gestoßen – gerade auch von Deutschen. Das freut ihn und spornt ihn an weiterzumachen. Denn damit hat er sein Ziel, Aufmerksamkeit für die Gemeinsamkeiten von Bayern und Türken zu schaffen, erreicht.

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