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DKMS

28.06.2018

Typisierungsaktionen in Todtenweis und Klingen

In Todtenweis und Klingen stehen zwei Dorffeste an - dabei finden auch Typisierungsaktionen statt. Die DKMS sucht Knochenmarkspender.
Bild: Oliver Killig/dpa (Symbol)

Die DKMS sucht Knochenmarkspender. Warum das bei Dorffesten geschieht und wie die Aktionen die Erfolgsaussichten für die Kranken verändern.

Die Vorbereitungen für das Dorffest in Todtenweis sind in vollem Gange. Am Samstag, 30. Juni, wird hier gefeiert. In diesem Jahr begeht die Gemeinde mit 200 Jahren Selbstverwaltung auch gleich noch ein Jubiläum. Bei all den Feierlichkeiten wollen die Todtenweiser die gute Sache nicht vergessen: Wer will, kann sich beim Dorffest als Knochenmarkspender registrieren lassen und so eines Tages zum Lebensretter werden. Auch in Klingen besteht die Möglichkeit, sich beim Dorffest am Samstag, 7. Juli, in die Spenderdatei aufnehmen zu lassen. Mitarbeiter der DKMS – ein gemeinnütziges Unternehmen, das aus der Deutschen Knochenmarkspenderdatei hervorging – nehmen einen Wangenabstrich von den interessierten Gästen der Feierlichkeit ab. In Todtenweis findet die Aktion am Feuerwehrhaus am Samstag, 30. Juni, von 19 bis 20.30 Uhr statt und am Sonntag, 1. Juli, von 14 bis 16 Uhr. In Klingen ist der Termin eine Woche später am Samstag, 7. Juli, von 18 bis 20 Uhr auf dem Sportgelände.

Wer sich als Stammzellenspender registrieren lassen will, sollte zwischen 17 und 55 Jahre alt sein. Von 18 bis 61 Jahren kommt er später als Spender infrage. Die ehrenamtliche Unterstützerin der DKMS Brigitte Lehenberger sagt, dass sich bei solchen Gelegenheiten, wenn viele Leute zusammenkommen, von etwa 1000 Einwohnern 40 bis 80 Menschen in der Datei registrieren lassen. Medizinisches wird vor Ort abgeklärt. Eine durchgefeierte Nacht, eine Erkältung oder eine Schwangerschaft seien kein Hinderungsgrund für die Aufnahme in die Datei, heißt es bei der DKMS. Sollte ein Spender tatsächlich die gesuchten HLA-Gewebemerkmale aufweisen, die auf die Merkmale eines an Blutkrebs erkrankten, wartenden Patienten passen, gibt es zwei Möglichkeiten.

Entweder werden Stammzellen mit einer Punktionsnadel aus dem Beckenknochen entnommen, wobei diese Methode in etwa 20 Prozent der Fälle angewendet wird und mehrere Tage Krankenhausaufenthalt erfordert. Oder es kommt, wie in 80 Prozent der Fälle, eine periphere Stammzellentnahme infrage. Dem Spender wird über fünf Tage der Wachstumsfaktor G-CSF verabreicht. Das Medikament steigert die Anzahl der Stammzellen im peripheren Blut, die dann in einem ambulanten Verfahren aus dem Blut gesammelt werden. Die Spende dauert drei bis fünf Stunden. Der Spender kann die Entnahmeklinik noch am selben Tag verlassen.

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Nachdem Administration und Laboruntersuchung einer Typisierung 35 Euro kosten, wird auch um Geldspenden gebeten. Brigitte Lehenberger berichtet, dass bei vergleichbaren Aktionen in kleineren Orten wie Klingen oder Todtenweis in der Regel so viel Geld gespendet werde, dass die Kosten am Ende mindestens gedeckt sind. „Das ist für die meisten Dörfer ja Ehrensache“, erzählt sie. Der örtliche Bezug, den die Leute in den kleinen Ortschaften haben und die Unterstützung der Vereine oder örtlicher Firmen seien hilfreich. Überdies sei die Aktion überschaubar und damit finanzierbar. Für die ehrenamtliche Unterstützerin der DKMS sind das gleich mehrere gute Gründe, die Spenderdatei anlässlich eines Dorffestes zu vergrößern.

Etwa 14500 haben sich im Landkreis Aichach-Friedberg über die DKMS typisieren lassen, darunter sind 150 Stammzellspender. Statt 17 Prozent der Patienten warten inzwischen nur noch zehn Prozent vergeblich auf den passenden Stammzellspender.

Spenden und Infos Spendenkonto VR-Bank Neuburg-Rain eG, IBAN DE 8072 1697 5600 0062 7569, Verwendungszweck: Todtenweis. Der Flyer zur Typisierungsaktion in Todtenweis ist abrufbar unter www.todtenweis.de - Aktuelles - Infos und Tipps, für die Aktion in Klingen unter http://wf-klingen.de/Aktuelles/. Ansprechpartner sind in Klingen Tobias Mangold, Telefon 08251/ 893242, in Todtenweis Bianca Wackerl, Telefon 08237/ 2497033 sowie für die DKMS Brigitte Lehenberger, Telefon 08276/1567.

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