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Gemeinderat

22.04.2015

Wie klein darf der Bauplatz sein?

Westlich angrenzend an die bestehende Bebauung und südlich der Straße von Axtbrunn nach Eisingersdorf stehen derzeit sechs bis acht Bauplätze zur Debatte. Der Petersdorfer Gemeinderat stellte eine Entscheidung zum Bebauungsplan westlich der Mallerbreite vorerst noch zurück.
Bild: Johann Eibl

Vor einer Entscheidung über den Bebauungsplan in Axtbrunn stehen Ortstermine an. Landratsamt genehmigt Unterbringung von Arbeitern, Petersdorf sagt Nein

Es wird noch dauern, ehe für den Bebauungsplan westlich der Mallerbreite der Satzungsbeschluss vorliegt. Am Montag befasste sich der Gemeinderat Petersdorf erneut damit. Voraussichtlich erst in rund zwei Monaten wird das wieder der Fall sein. Westlich angrenzend an die bestehende Bebauung und südlich der Straße von Axtbrunn nach Eisingersdorf stehen derzeit sechs bis acht Bauplätze zur Debatte.

Planer Paul Kienberger plädierte dafür, der Gemeinderat sollte sich vor einer Entscheidung erst zwei andere Baugebiete ansehen: in Obergriesbach den Paarblick und in Mühlhausen (Gemeinde Affing) den Bereich neben der Raiffeisenbank. Dort seien markante Unterschiede festzustellen. In Obergriesbach handle es sich um eine ausgesprochen homogene Bebauung, ganz anders in Mühlhausen, wo laut Kienberger jeder das Haus „nach seinem Gusto gestaltet“ hat. Nun sollte man sich Gedanken darüber machen, in welche Richtung die Gemeinde Petersdorf grundsätzlich tendiere. Es sei angedacht, dass in der zweiten Hälfte des Monats Mai ein entsprechender Ortstermin zusammen mit dem Planer stattfindet.

Kienberger stellte verschiedene Varianten vor, wie das neue Baugebiet in Axtbrunn gestaltet werden könnte. Dabei sprach Bürgermeister Richard Brandner eine weitere Grundsatzfrage an: „Die Erfahrung vom Weiglberg hat gezeigt, dass die Tendenz heute zu kleineren Grundstücken geht.“ In einem Fall steht eine Größe von nur 476 Quadratmetern zur Debatte. Das sei schon sehr klein, so Brandner. Die Gesamtfläche umfasst 6514 Quadratmeter. Möglicherweise wird im Lauf der nächsten Jahre eine Erweiterung der Bauflächen nötig, dann könnte eine derzeit angedachte Wendeplatte ebenfalls bebaut werden.

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Ein Bauantrag, der erst am Dienstag vergangener Woche bei der Gemeinde eingegangen war, wurde auf die nächste Sitzung vertagt. Nachdem Ratsmitglied Andreas Lamminger in der Sitzung am Montag fehlte, wurde nicht darüber abgestimmt, ob dieses Thema nicht doch kurzfristig behandelt werden sollte. Brandner erinnerte daran, dass Bauanträge rechtzeitig einzureichen sind. Die Sitzungsladung muss vier Tage vor dem Termin bei den Mitgliedern des Gemeinderats eintreffen. Der Tag der Zustellung wird dabei ebenso wenig mitgezählt wie der Tag der Sitzung.

Wiederholt war der Antrag, in Schönleiten, ein Wohnhaus für die Beherbergung von Arbeitern zu nutzen, auf energischen Widerstand gestoßen. Die Gemeinde hatte einem entsprechenden Antrag auf Nutzungsänderung im Riedweg die Zustimmung verweigert. Nun hat das Landratsamt das Einvernehmen hergestellt und damit das Petersdorfer Nein ausgehebelt. Brandner sprach dennoch von einem „Kompromiss, mit dem man leben kann“. Schließlich habe man erreicht, dass dort mehr als zwölf Personen nur dann untergebracht werden können, wenn die nötigen Stellplätze nachgewiesen sind.

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