Handball-Bezirksoberliga

01.02.2016

Fehlwürfe für drei Spiele

Team des TSV Aichach bietet bei 22:31-Niederlage in Niederraunau desolate Angriffsleistung

Der Traum von einem Spitzenplatz in dieser Runde der Bezirksoberliga ist für die Handballer des TSV Aichach ausgeträumt. Bei einem Sieg am Sonntagabend in Niederraunau wären die Aussichten auf einen Vorstoß in die oberen Ränge der Tabelle bei zwei anstehenden Heimpartien recht gut gewesen. Doch die Begegnung beim Team zwei des Aspiranten auf die Bayernliga ging mit 22:31 verloren. Damit haben die Gastgeber weiter gute Chancen im Ringen um den Erhalt der Liga.

Als die Partie zu Ende war, versammelten sich die Handballer in Niederraunau vor dem Bildschirm, um den deutschen EM-Triumph live mitzuerleben. „Die hatten netterweise einen Fernseher aufgebaut“, berichtete Christopher Wolf, der Aichacher Trainer. Mit einer gehörigen Prise Sarkasmus ergänzte er: „Das war der Höhepunkt, dass wir die zweite Halbzeit sehen konnten. Mehr hatte der Abend nicht zu bieten.“

Wolf sparte nicht mit deutlichen Worten, als er auf die Vorstellung seiner Leute zu sprechen kam: „Das war die unterirdischste Angriffsleistung seit Langem.“ Nico Lehmann nahm er als einzigen aus von dieser pauschalen Kritik, der kam immerhin auf fünf Treffer und war damit gestern die Nummer zwei bei den Gästen, was gewiss nicht alle Tage vorkommt. Wolf wurde noch deutlicher: „Wir waren kopflos, wir hatten Fehlwürfe für drei Spiele. Jeder hat die Bälle verworfen.“ Besonders das Umschaltspiel von Abwehr auf Angriff nannte der Coach als Ursache für diese unerwartet klare Niederlage.

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Hätten die Gäste ihre normale Form an den Tag gelegt, dann hätten sie locker den zweiten Saisonsieg in einer fremden Halle feiern können. Felix Schilberth fehlte krank. Auf seiner Position in der Mitte des Rückraums kann auch Konstantin Schön agieren. Christoph Huber dagegen konnte mitspielen, er war fünf Minuten lang auf dem Parkett. Nicht nur die Schlappe vom Sonntagabend gibt Christopher Wolf zu denken: „Mein Gefühl ist schon, dass die Formkurve seit dem Friedberg-Spiel nach unten zeigt. Das ist sehr gefährlich.“ Nun gelte es, diesen Negativtrend möglichst schnell zu beenden. „Sonst“, so der Trainer, „wird das keine gute Rückrunde.“ Im Tor wechselten sich Stefan Walther (erste Halbzeit) und Thomas Wonnenberg (zweiter Abschnitt) ab. Bereits zur Pause hatte Niederraunaus „Zweite“ mit 17:11 einen respektablen Vorsprung herausgeworfen. (jeb)

TSV Aichach Walther, Wonnenberg, Kügle, Oliver Huber, Lenz (5/3), Stubner (1), Braun (1), Bauer (1), Schön (6), Bahn (3), Lehmann (5), Christoph Huber.

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