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Schießen-Oberbayernliga

28.09.2018

Willprechtszell legt in neuer Klasse an

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2 Bilder
Genau zielen: Darauf wird es für die Almenrauschützen in der Oberbayernliga-West ankommen. Der Aufsteiger hat sich den Klassenerhalt als Ziel gesetzt. Auf dem Bild üben (von vorne) Anni Birkmeir, Helmut Braunmüller und Wolfgang Fritz.
Bild: Sebastian Richly

Almenrausch-Schützen gehen erstmals in der vierthöchsten Liga an die Schießstände. Was sich nun ändert und warum der Aufstieg erst mit Verspätung sicher war.

Reger Betrieb herrscht an den Schießständen der Almenrauschschützen Willprechtszell-Schönleiten. Alles geht seinen Gang, routiniert nehmen die Sportler die kleinen Zielscheiben ins Visier und schießen. Auf dem kleinen Bildschirm vor ihnen können die Schützen sofort sehen, ob sie ins Schwarze getroffen haben. „Alles wie immer“, sagen sie hier in Axtbrunn. Dabei steht für den kleinen Verein eine historische Saison an. Erstmals in der Vereinsgeschichte gehen die Luftgewehrschützen aus Willprechtszell in der Oberbayernliga, der vierthöchsten Klasse, an den Start. Der erste Wettkampf findet am Sonntag, 7. Oktober, in Steingaden statt.

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Der Aufstieg ist der Lohn für eine starke Leistung in der vergangenen Saison. Mit nur einer Niederlage holte sich das Team den Meistertitel in der Bezirksoberliga. Das Thema Aufstieg wurde dennoch zwischendrin schon abgehakt. „Wir haben gar nicht mehr daran gedacht. Jetzt sind wir aber umso glücklicher, dass es doch noch geklappt“, beschreibt Schützenmeister Helmut Braunmüller die Gemütslage. Nachdem die Lokalrivalen aus Gundelsdorf den Aufstieg in die Bayernliga verpasst hatten, waren es plötzlich zu viele Mannschaften in der Weststaffel der Oberbayernliga. Da Willprechtszell den im Vergleich zum Mitaufsteiger Wilzhofen schlechteren Ringdurchschnitt aufwies, plante man bereits für die BOL. Doch dann kamen vom Verband plötzlich per Mail Glückwünsche zum Aufstieg. „Es wurde wohl spontan entschieden, dass alle Meister aufsteigen“, erklärt Braunmüller. Somit musste Olching als drittes Team aus der Oberbayernliga-West absteigen.

Zwei Wettkämpfe pro Tag

In der höhren Spielklasse ändern sich nicht nur die Gegner für die Almenrauschschützen. Künftig tritt das Team nämlich mit fünf statt der bisher vier Schützen pro Wettkampf an. Deshalb muss nun der Schützenmeister selbst wieder ran. „Ich wollte eigentlich gar nicht, aber es hat sich leider kein anderer gefunden. Also mach ich es halt“, so Helmut Braunmüller, der gemeinsam mit seinen beiden Söhnen Thomas und Michael sowie Anni Birkmeir und Wolfgang Fritz an die Schießstände gehen wird. Als Ersatz ist Miriam Birkmeir eingeplant. Und noch etwas ist neu. Künftig bestreiten die Willprechstzeller zwei Wettkämpfe pro Tag. „Das ist der große Unterschied. Dass wir jetzt statt samstags am Sonntag schießen, ist nicht so schlimm. Zwei Duelle sind aber eine andere Belastung als nur eine. Darauf müssen wir uns einstellen“, weiß Anni Birkmeir, die als Almenrauschs Nummer zwei an den Start geht.

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In der neuen Liga gibt es für Helmut Braunmüller ein Wiedersehen mit seinem ehemaligen Verein, den Tagbergschützen Gundelsdorf. In den 90er Jahren war der jetzige Almenrausch-Schützenchef für den Rivalen aktiv. Nach fünf Jahren kehrte er nach Willprechtszell zurück. Dass er nochmals gegen seinen ehemaligen Verein in der vierthöchsten Klasse antreten würde, hätte Braunmüller nicht gedacht. „Sicher nicht. Gundelsdorf hat ganz andere Möglichkeiten als wir. Bei uns schießen nur Einheimische.“ Besonders freut sich Braunmüller auf das mögliche Duell mit Gundelsdorfs Mannschaftsführer Alex Kröpfl. „Mit dem habe ich damals noch in einer Mannschaft geschossen.“

Noch mehr freut man sich in Willprechtszell aber auf den Heimkampf. Wobei die Almenrauschschützen den gar nicht in Axtbrunn austragen werden. Wie schon in diesem Jahr die Alpenrose-Schützen aus Rehling, werden auch die Willprechtszeller nach Todtenweis ausweichen. „Das ist natürlich schade, weil wir eine der modernsten Anlagen haben“, erklärt Wolfgang Fritz, der aufgrund seines Ringdurchschnitts aus der vergangenen Saison künftig als Nummer eins an die Stände geht. Die Anlage ist nur für vier Duelle ausgelegt, das sei das Problem.

Dennoch fiebern sie in Willprechtszell dem Abenteuer Oberbayernliga entgegen. Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt. Helmut Braunmüller erklärt: „Wir haben keinen Druck. Wir konzentrieren uns auf uns. Wenn es nicht klappen sollte, ist es auch nicht so schlimm. Allein dabei zu sein, ist für uns schon ein tolles Erlebnis.“

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