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Weide in den Dießener Seeanlagen: Ärger ist verständlich

Kommentar Von Gerald Modlinger
07.10.2021

Der Ärger über die augenscheinlich unvermeidbare Fällung der Weide an der Mühlbachmündung ist verständlich, findet Gerald Modlinger.

Der Ärger, ja der Zorn mancher Gemeinderatsmitglieder in Dießen ist verständlich: Zuerst hatten sie explizit darauf bestanden, dass die letzte verbliebene Weide an der Mühlbachmündung im Zuge der Umgestaltung der Seeanlagen erhalten bleiben muss. Kurz bevor nun die Bauarbeiten an diese Weide heranrücken, wurde bekannt, dass der Baum dem Neubau der Uferbefestigung im Weg ist und er eigentlich gefällt werden müsse.

Damit wurde der Gemeinderat vor vollendete Tatsachen gestellt. Eine realistische Alternative zur Fällung des Baums gibt es jetzt nicht mehr – es sei denn, man würde auch eine massive Verstümmelung und eine Um- beziehungsweise Neuplanung mit zeitlich nicht kalkulierbaren Stillstand auf der Baustelle als solche betrachten.

So was könne auf einer komplexen Baustelle mal passieren, bekamen die bei dem Ortstermin anwesenden Gemeinderatsmitglieder vonseiten der Planerin zu hören, als der Vorwurf einer Fehlplanung erhoben wurde. So ganz abwegig ist dieser Vorwurf nicht. Denn wenn eine Planung Erd- und Fundamentarbeiten vorsieht, die mindestens bis zum Rand einer Baumkrone gehen, dann müsste sich nicht erst kurz bevor gebaggert, gerammt und betoniert wird, die Frage stellen, ob da möglicherweise ein Baum im Weg sein könnte.

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