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Gersthofen

24.10.2019

24-Stunden-Übung in Langweid: Vom Brand zum Unfalleinsatz

Ein Flüssigkeitsbrand in der Langweider Kläranlage wird mit Schaum gelöscht.

Bei der 24-Stunden-Übung in Langweid war neben Rettungskenntnissen auch die Ausdauer der Jugendfeuerwehrler gefragt. Am Ende waren sie sichtlich geschafft.

Feuerwehr intensiv“, hieß es wieder bei der Langweider Jugendfeuerwehr. Im Rahmen einer 24-Stunden-Übung waren sie und ihre Kenntnisse gefragt. Schwerpunkte waren dabei realitätsnahe Einsatzübungen aber auch Ausbildungseinheiten und Freizeitaktivitäten standen auf dem Programm. „Echt cool“, fanden es die Jungfeuerwehrler, als sie müde und geschafft am nächsten Tag wieder nach Hause gingen.

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24-Stunden-Übung wichtiger Teil der Ausbildung

„Die 24-Stunden-Übung ist ein wichtiger Baustein bei der Ausbildung im Rahmen der modularen Truppausbildung“, fasste Jugendwart Thomas Hörmann zusammen.

Dreizehn Jugendliche der Jugendgruppe 1 trafen sich bereits am frühen Morgen am Langweider Feuerwehrgerätehaus. Ergänzt wurde die Mannschaft von jungen Mitgliedern der aktiven Wehr, welche als Atemschutzgeräteträger und als Maschinisten aushalfen sowie den Jugendwarten Thomas Hörmann, Simon Strempfl und Sabrina Dehm, die als Gruppenführer fungierten.

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Für die 17 bis 18 Jahre alten Feuerwehranwärter ist diese Übung ein wichtiger Leistungsstatus – denn nächstes Jahr geht es ab in die aktive Wehr. Der Auftakt war undramatisch. Die Überprüfung der Ausrüstung und die Gruppeneinteilung standen an. Dann ging es auch schon los.

Geprobt wurden auslaufende Betriebsstoffe und ein Flüssigkeitsbrand

Auslaufende Betriebsstoffe und ein Flüssigkeitsbrand, hieß es in der Langweider Kläranlage. Mit dem Hilfeleistungslöschfahrzeug wurde mittels Löschschaum der Brand bekämpft und mit Hilfe von Keilen und Dichtpaste das beschädigte Fass abgedichtet. Beim nächsten Einsatz, eine Katze hatte sich in einem Baum verstiegen, war Fingerspitzengefühl gefragt. Zurück am Gerätehaus erfolgte eine Ausbildung am Greifzug und der Wärmebildkamera.

Kurz vor Mittag kam auch schon der nächste Übungseinsatz. In einer Kletterhalle war eine Person abgestürzt. Nach einer Ausbildung zum Thema Drehleiter samt Anbaugeräten ging nach der Mittagspause ohne Vorwarnung die nächste Alarmierung ein. Ein Baustellenunfall mit eingeklemmter Person sollte diesmal ein nicht alltägliches Übungsszenario sein. Doch auch hierbei wurden mit großer Umsicht die Herausforderungen gemeistert.

Der nächste Einsatz war ein Küchenbrand mit vermisster Person. Also komplett neue Anforderungen eines Einsatzes im Innenbereich. Das anschließende gemeinsame Grillen hatten sich die Jungfeuerwehrler dann redlich verdient. Doch die Organisatoren der Veranstaltung hatten keinen ruhigen Abend vorgesehen und lösten einen weiteren Übungsalarm aus.

Dunkelheit erschwerte die Übung

„Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person“, krächzte es aus dem Lautsprecher. Bei stockfinsterer Nacht war es nicht einfach, die eingeklemmte Person aus dem Pkw-Wrack zu befreien. Schon sichtlich müde krochen die Jugendlichen dann nach Mitternacht in ihre Schlafsäcke und hofften auf eine ruhige Nacht. Doch nach kurzer Ruhepause riss das schrille Pfeifen eines Funkmeldeempfängers die Jugendlichen in den frühen Morgenstunden aus ihren Träumen. „Feuerschein auf einem Feld nahe der Bahnbrücke in Langweid-Nord“, meldete die Einsatzzentrale.

Pflichtbewusst stürzten sich die angehenden Floriansjünger in ihre Schutzkleidung und eilten mit den Einsatzfahrzeugen an den Ort des Geschehens. Doch zum Glück nur ein Fehlalarm, der Alarmierende hatte sich getäuscht. Der Morgen dämmerte schon, als die Fahrzeuge wieder im Gerätehaus geparkt wurden.

Sichtlich geschafft bestätigten die Jugendlichen nach dem Übungsende: „Wir haben sehr viel Neues lernen können und es hat auch noch riesig Spaß gemacht“. Das war auch die Sichtweise von Jugendwart Thomas Hörmann. „Die 24-Stunden-Übung ermöglicht eine Vertiefung von vielen Ausbildungsthemen und fördert die Gemeinschaft“, fasste er zusammen.

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