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Neusäß-Westheim

19.11.2019

Abschied und Neuanfang in der Kobelkirche

Pfarrer Gerhard Kögel (links) wird Nachfolger von Pfarrer Anton Wagner, der von der Kobelkirche Abschied nimmt. 
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Pfarrer Gerhard Kögel (links) wird Nachfolger von Pfarrer Anton Wagner, der von der Kobelkirche Abschied nimmt. 
Foto: Andreas Lode

Mit 85 Jahren geht Pfarrer Anton Wagner in den Ruhestand. Warum Nachfolger Pfarrer Gerhard Kögel für die besondere Aufgabe seinen Hut in den Ring geworfen hat.

Mit einem feierlichen Gottesdienst verabschiedete Domkapitular Harald Heinrich den langjährigen Kobelpfarrer Anton Wagner. Es sei ihm eine ganz besondere Ehre diesen Abschiedsgottesdienst zu gestalten, erklärte Harald Heinrich, denn er sei schon als junger Priesterseminarist sehr beeindruckt von Pfarrer Wagner gewesen.

Damals leitete Anton Wagner die Pfarrei Sankt Pankratius in Lechhausen. „Meinen aufrichtigen Dank und ein herzliches vergelt’s gott“, so Heinrich. Der Dank galt besonders für das unermüdliche Wirken des Seelsorgers. Anton Wagner verabschiedet sich im Alter von 85 Jahren nun in den endgültigen Ruhestand. „Ich bin glücklich“, so seine Worte an die Gemeinde. Er hoffe außerdem, dass die Menschen diesem Ort treu bleiben werden.

Er war Anlaufstelle für viele Ratsuchende

Für Pfarrer Anton Wagner war es der Abschied von „seiner“ Kobelkirche. Er kann zurückblicken auf ein langes seelsorgerisches Berufsleben und seit 2012 als Wallfahrtspriester in Maria Loreto auf dem Kobel in Westheim. Er erfüllte sich damit einen frühgehegten Wunsch. Schon als Kind pilgerte der gebürtige Lechhauser, der in der Hammerschmiede aufwuchs, mit seiner Mutter zur Loretokirche und diese Erinnerungen blieben ihm tief verankert. Es war ihm eine Herzensangelegenheit die Wallfahrt am Kobel ins Bewusstsein der Menschen zu bringen, außerdem war er Anlaufstelle für viele Ratsuchende.

Als er damals ins denkmalgeschützte Pfarrhaus einzog war dort noch eine Baustelle. Unter seiner Verantwortung wurde die Kobelkirche, deren Grundsteinlegung auf das Jahr 1602 zurückgeht, aufwändig saniert. Dem gelernten Elektriker mit Meisterbrief sind Handwerker ein vertrauter Umgang und er legte selbst Hand an, um etwas zu reparieren. „Wenn ich meine Prüfung zum Elektromeister bestehe, dann schenke ich dir drei Jahre meines Lebens“, so betete Anton Wagner damals und setzte es dann ich die Tat um. Drei Jahre ging er als Entwicklungshelfer nach Afrika und baute eine Klinik mit auf. Dort fühlte er erstmals die Berufung zum Priesteramt. Als er zurück kam holte er sein Abitur nach und schloss dann als 40-Jähriger das Priesterseminar in Augsburg ab.

Er bleibt weiterhin in der Klinikseelsorge

Gleichzeitig war es auch ein Willkommensgottesdienst für Pfarrer Gerhard Kögel. Er übernimmt nahtlos das Amt des künftigen Seelsorgers auf dem Kobel. Von 1993 bis 2009 war er Pfarrer für die Gemeinden Gablingen und Achsheim. Dann wechselte er als Krankenhauspfarrer in die Klinikseelsorge ans Universitätsklinikum Augsburg und arbeitete auch in der Pfarreiengemeinschaft Neusäß mit. Schon länger trug er den Gedanken mit sich sein Aufgabenfeld noch zu erweitern. Bei einem gemeinsamen Sonntagsfrühstück kam das Gespräch auf den nahen Abschied von Pfarrer Anton Wagner. „Jetzt warf ich meinen Hut in den Ring“, so Kögel. Der 56-Jährige freue sich auf das Amt als künftiger Kobelpfarrer, weiterhin bleibe er in der Klinikseelsorge und zusätzlich helfe er noch seelsorgerisch in der Pfarreiengemeinschaft Neusäß mit. Sobald das denkmalgeschützte Pfarrhaus bezugsfertig sei werde er auch seinen Wohnsitz auf den Kobel verlegen.

Im Anschluss an den Gottesdienst und zum Ausklang des feierlichen Anlasses fand noch ein Stehempfang im Caritas-Seniorenzentrum Notburga statt.

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