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08.01.2018

Aktive werden händeringend gesucht

Ehrende und geehrte langjährige Aktive bei der Freiwilligen Feuerwehr Meitingen: (von links) Kommandant Robert Scherer, Kreisbrandinspektor Georg Lipp, Anton Kraus, Vorsitzender Pius Rau, Franz Grunenberg, Bürgermeister Michael Higl und Stephan Müller.
Bild: Peter Heider

Der Meitinger Feuerwehrkommandant malt bei der Jahresversammlung ein düsteres Zukunftsbild. Viele Ehrungen

Vielfach gefragt war die Freiwillige Feuerwehr Meitingen im abgelaufenen Jahr. „Wir sind keine Berufsfeuerwehr, wie es viele Bürgerinnen und Bürger denken, wir sind ehrenamtlich zum Wohl unserer Mitmenschen im Dienst und opfern mit großem Idealismus unsere Freizeit für das Wohlbefinden der Bevölkerung“, sagte der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Meitingen, Robert Scherer, bei der Jahreshauptversammlung.

Scherer beklagte, dass die Kommune Jahr für Jahr wächst, die Gebäude in die Höhe und die Tiefgaragen in die Tiefe schießen, Einsätze sich anhäufen, aber die aktiven Feuerwehrleute aufgrund ihrer Arbeitssituation immer weniger werden. „Wir lassen nichts unversucht, um neue Aktive und Jugendliche für die Feuerwehr zu gewinnen – doch das Ergebnis ist gelinde ausgedrückt sehr bescheiden“, betonte der Kommandant. „Unsere Zukunft“, schüttelte Scherer den Kopf, „sieht alles andere als rosig aus.“

Derzeit besteht die Feuerwehrmannschaft aus 39 Aktiven, darunter vier Frauen. Der Kommandant ließ die Einsätze und Arbeiten des letzten Jahres Revue passieren und fand dabei besonders erwähnenswert, dass neben den 106 Einsätzen (70 Einsätze am Tag, 36 in der Nacht) die Schlauchwarte im Jahr 2017 insgesamt 142 Stunden für die Schlauchreinigung investierten und die Gerätewarte 120 Stunden für die Fahrzeugwartung einbrachten. 24 Pressluftatemgeräte wurden grundüberholt, 496 Sauerstoffflaschen gefüllt und 360 Arbeitsstunden, 18 Prozent mehr als im Jahr 2016, in der Werkstatt gearbeitet.

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Vorsitzender Pius Rau erinnerte an die gesellschaftlichen Ereignisse und Mitwirkungen bei kirchlichen Festen. In den Vordergrund seiner Ausführungen stellte er dabei den Besuch bei den befreundeten Feuerwehrkameraden in Wolkramshausen, den Vereinsausflug an die Rappbode-Talsperre im Harz, die Nikolausaktion am Ende des Jahres sowie den Besuch bei elf runden Geburtstagen von Vereinsmitgliedern.

Derzeit zählt die Freiwillige Feuerwehr Meitingen 230 Mitglieder. Die beiden Jugendleiter Amelie Kiesewetter und Niels Neumann gaben bekannt, dass derzeit neun Jugendliche, acht Jungen und ein Mädchen zum Nachwuchskreis der Wehr gehören. Insgesamt wurden im Jugendbereich neun Einsatzübungen bewältigt, mehrere Spieleabende und eine Übung in technischer Hilfeleistung abgehalten.

Ausbildungsleiter Anton Kraus informierte die Anwesenden über die Maßnahmen im Jahr 2017, wozu auch ein Maschinistenlehrgang mit zwölf Teilnehmern und eine Leistungsprüfung unter dem Motto „Die Gruppe im Löscheinsatz“ gehörten. „Insgesamt“, so Kraus, „fielen 60 Ausbilderstunden an, die von fünf verschiedenen Ausbildern erbracht wurden.“ Kassenverwalter Anton Muschler konnte über einen soliden Kassenstand, der von den beiden Revisoren Sabrina Ferber und Thomas Altmann bestätigt wurde, berichten. „In Meitingen wird bei der Feuerwehr gute Arbeit geleistet, die durch das gemeinsame Miteinander, einem gesunden Zusammenhalt und intensiver arbeitsreicher Ausbildung Früchte zum Wohle der Bevölkerung trägt“, dankte Bürgermeister Michael Higl der Feuerwehr.

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