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Tour

04.09.2019

Auf den Spuren des Dreißigjährigen Kriegs

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Zus-Kultur machte sich die Radgruppe zu einer historisch geführten Radtour auf.
Bild: Guido Clemens

Eine Radtour führt vom Zusmarshauser Schloss durch die Geschichte der Marktgemeinde. Historie wird lebendig

Vom Zusmarshauser Schloss führte eine Radtour durch die Geschichte der Marktgemeinde. Rund 40 Teilnehmer machten sich mit Manfred Fischer und Guido Clemens auf zur ersten Zus-Kultur- Veranstaltung der Saison – der historisch geführten Radtour auf den Spuren der letzten Schlacht des Dreißigjährigen Krieges.

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Zunächst wurde die Situation der kaiserlich-bayerischen Truppen am Sonntag, 17. Mai 1648, beschrieben. Sie befanden sich damals auf dem Rückzug vor dem vereinten Heer der Schweden und Franzosen in Richtung Osten nach Augsburg. Im Anschluss fuhr die Gruppe auf dem Radweg entlang der alten B10 in Richtung Westheim. Entlang der Roth ereigneten sich vier Gefechte, in denen sich der kaiserliche Nachtrab (Nachhut) unter dem Kommandeur Graf Raimondo Montecucolli der wütend anreitenden schwedischen und französischen Kavallerie entgegenstellte.

Laut Berichten fand das dritte Zusammentreffen östlich von Horgau statt. Hier wurde in einer unübersichtlichen Gefechtssituation der kaiserliche Generalfeldmarschall Peter Melander von Holzappel beim Rückzug in den Wald vor Schäfstoß von einer Pistolenkugel tödlich verletzt. Nach siebenstündigem Kampf von Zusmarshausen bis zu dieser Stelle war das Schicksal der kaiserlichen Nachhut besiegelt.

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Bei Kreppen an der Schmutter fand das letzte Gefecht der beiden Heere statt. Die kaiserlichen Truppen mit der schweren Artillerie hatten sich wieder gesammelt, standen gut verschanzt auf dem Sandberg östlich der Schmutter und nahmen die Schweden und Franzosen aus erhöhter Position unter Beschuss. Die kaiserlich-bayerischen Soldaten zogen sich nach Anbruch der Dämmerung in der Nacht des 17. Mai 1648 in Richtung Augsburg zurück und brachten sich so in Sicherheit. Der Kaiser meldete einen unentschiedenen Ausgang der Schlacht nach Münster und Osnabrück, wo sich der 30-jährige Krieg in der entscheidenden Verhandlungsphase befand.

Die Radlgruppe erreichte nach 20 Kilometern das Gelände der Biburger Mühle an der Schmutter für eine Pause. (AL)

Info Mehr zu den Veranstaltungen von Zus-Kultur finden Sie im Internet unter www.zusmarshausen.de

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