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Oberschönenfeld

21.10.2020

Ausstellung in Oberschönenfeld zeigt "Cloud" aus Telefonbuchseiten

Die Künstlerin Beatrix Eitel und den Künstler und Laudator Thomas Neumaier unter der Installation Cloud. Sie besteht aus 6400 Telefonbuchseiten, die von Beatrix Eitel zu Röhrchen gerollt wurden.
Bild: Mos/Anna Batzill

Plus Arbeiten von Beatrix Eitel und Ursula Geggerle-Lingg sind in der Schwäbischen Galerie Oberschönenfeld zu sehen. Einige sind spektakulär.

Akribisch gefertigte Arbeiten der Künstlerinnen Beatrix Eitel und Ursula Geggerle-Lingg vereint die aktuelle Ausstellung "Zweimal konkret" in der Schwäbischen Galerie des Museums Oberschönenfeld. An zwei Sonntagen sind die beiden Künstlerinnen vor Ort und können zu ihren Installationen befragt werden.

Im Jahr 2016 hatte Beatrix Eitel am Kunstpfad Donauries teilgenommen. Die dafür konzipierte Installation hatte den Titel Kunstrasen und war einen ganzen Monat lang auf einer Rasenfläche vor dem Rathaus in Oberndorf zu sehen. "Ausschließlich in dieser Arbeit habe ich Kunststoff-Trinkhalme verarbeitet." Nur mit den farbenfrohen Kunststoffröhrchen war die vordergründig heiter anmutende Installation realisierbar. Die tieferliegende Bedeutung hingegen habe sich nicht jedem Betrachter erschlossen: Wir Menschen sind gerade dabei, unsere Erde bis auf den letzten Tropfen auszusaugen. "Mit gutem Grund sind die Kunststoff-Trinkhalme in Deutschland inzwischen verboten."

6400 Röhrchen aus Papier gerollt

Die Erfahrungen mit der Installation in Oberndorf bewogen dazu bewogen, ein Gegenstück zu entwickeln. Diese neue Arbeit sollte auch aus Röhrchen bestehen, aber ausdrücklich nicht aus Plastik-Trinkhalmen. Die Röhrchen sollten von Beatrix Eitel aus Papier gerollt sein, das bereits den Zweck seiner Herstellung erfüllt hatte. So kam kam sie auf Telefonbücher, die wegen der digitalen Verfügbarkeit unserer Daten ausgedient haben. Unsere aktuelle Form der Datenspeicherung war schließlich ausschlaggebend für die weitere Entwicklung der Installation. Der Titel „Cloud“ bot sich an und erforderte eine flexible Hängung der Papierröllchen über den Köpfen der Ausstellungsbesucher.

Für die vier Quadratmeter große Arbeit rollte die Künstlerin aus 6400 Telefonbuchseiten ebenso viele Papierröhrchen. Ein langwieriger und auch körperlich sehr anstrengender Arbeitsschritt. Jedes der Röhrchen weist eine andere Zeichnung auf, bestimmt durch die unterschiedlichen Inhalte der einzelnen Telefonbuchseiten, ohne Daten von einzelnen Personen preiszugeben.

Ausstellung wurde speziell für Oberschönenfeld gestaltet

Die Installation "Cloud" ist für die Ausstellung in der Schwäbischen Galerie Oberschönenfeld entstanden und ist dort noch bis zum 22. November 2020 zu sehen.

Auch Ursula Geggerle-Lingg arbeitet teilweise mit vorgefundenen Materialien, die sie verfremdet. Für sie zählt das Ergebnis der Arbeit, nicht der Weg, welcher dazu führte. Dabei verwendet sie auch serielle Aneinanderreihungen. Kreuzungspunkte zwischen senkrechten und waagrechten Linien verweisen ins Unendliche und lassen Gitterstrukturen entstehen. Diese finden eine Fortsetzung in den Fliesen des Bodens in der Schwäbischen Galerie. Denn die Künstlerin gliedert stets konsequent ihre Installationen in den jeweiligen Ausstellungsraum ein.

Am Sonntag, 25. Oktober, und am Sonntag, 15. November, sind die beiden Künstlerinnen jeweils von 15 bis 17 Uhr persönlich in der Ausstellung anzutreffen sein. Es gilt dabei maximale Teilnehmerzahl wie beim regulären Museumsbesuch. Am 1. November gibt es Führungen für jeweils maximal fünf Teilnehmer um 11/14/15.30 Uhr sowie am Sonntag, 22. November, von 15 bis 16 Uhr.

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