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Kultour-Sommer

13.05.2016

Betonsemmeln pflastern den Weg

Frei nach dem Motto „Nicht vom Brot allein“ zeigen die Künstler ihre Malereien, Grafiken und Skulpturen.
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Frei nach dem Motto „Nicht vom Brot allein“ zeigen die Künstler ihre Malereien, Grafiken und Skulpturen.

Neue Ausstellung im Künstlerhaus Emersacker

Es ist ein besonderes Erlebnis, wenn im Künstlerhaus Emersacker vier Künstler gemeinsame Sache machen. Dabei setzen Eva Krusche, Angelika Kienberger, Johanna Meyr und Michael Daum in ihren Ausstellungen ganz unterschiedliche Schwerpunkte in ihrer Kunst. Diesmal stehen alle unter dem Motto „Nicht vom Brot allein“.

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Das Künstlerhaus erfreut sich bereits großer Beliebtheit. Und so wundert es nicht, dass sich trotz herrlichem Biergartenwetter in den Ausstellungsräumen zahlreiche Gäste zur Vernissage eingefunden haben. Das lag sicher auch an den so sympathischen Gastgebern Angelika Kienberger und Michael Daum, die leckeres Brot und dazu leichte Getränke servierten. Ein besonderer Reiz ging von Jazzsängerin Hanna Sikasa aus, die mit ihrer rauchigen Stimme die Ausstellungseröffnung begleitete. Im Vorgarten des Künstlerhauses fallen dem Besucher sofort die Skulpturen und große Köpfe auf, die Angelika Kienberger geschaffen hat. Gepflastert ist der Aufgang zur Galerie mit Semmeln, eigens aus Beton geformt und mit Kaseinfarbe bemalt – eben „nicht vom Brot allein“.

Es ist angerichtet: Wer sich beim Betrachten Zeit lässt, bekommt bei den Bildern, Grafiken und figürlichen Arbeiten aus Ton eine neue Sicht auf die Werke. „Ein Bild muss klingen“, sagt Johanna Meyr, „es soll zum Träumen und Nachdenken anregen und die Fantasie des Betrachters fördern.“ Die Künstlerin und Kunsttherapeutin zeigt in ihren Arbeiten die formale Vielfalt der abendländischen Kunst: vom klassisch-expressiven Stillleben bis hin zu fortschreitenden Abstraktionen.

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Es gehört zum Konzept der Galeristen, bei einem Rundgang durch die Räume und den wunderschönen Garten immer wieder neue Blickwinkel sowie die Objekte aus immer anderen Perspektiven zu entdecken. Wie auch die Skulpturen von Angelika Kienberger. „Sie bildet die Körper nicht nur einfach ab, sie schlüpft bei der Arbeit förmlich in sie hin“, erklärt Michael Daum.

Ein Bild muss nicht erklärt werden: In kräftigen Farben versteht es Eva Krusche, interessante Kombinationen herauszuarbeiten. „Die gelernte Grafikerin und Illustratorin spart nicht an gehaltvollen Zutaten, die beim Betrachter ein Gefühl von Geborgenheit, Glück und Gemeinschaft hervorruft“, beschreibt Daum ihre Werke.

Und irgendwo zwischen den drei Künstlerinnen, wie er sagt, seien auch seine Arbeiten zu finden. Gewürzt sind die Werke von Michael Daum von mittelalterlicher Mystik angehauchtem Impressionismus. Wenn bei der Betrachtung „Kleinstes und Größtes, Individuum und Universum, schon mal in eins fallen, tut es dem Künstler“, wie er sagt, „sau gut“. (kräm)

ist bis 29. Mai immer sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Besuche sind nach Voranmeldung unter der Telefonnummer 08293/7417 möglich.

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