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Biberbach

04.08.2020

Biberbachs Feuerwehren hoffen dringend auf neues Löschfahrzeug

Die notwendige Ausstattung muss erst feststehen, bevor Biberbach über die Größe der neuen Fahrzeuge entscheidet, die für die Ortsteilfeuerwehren beschafft werden sollen.
Bild: Andreas Dengler (Symbolbild)

Plus Zwei Ortsfeuerwehren rücken mit alten Löschfahrzeugen aus - dadurch können sie die vorgeschriebene Hilfsfrist nicht einhalten. Doch die Marktgemeinde lässt sich Zeit.

Bei der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause in Biberbach sah man im Zuschauerraum flächendeckend rot. Nicht, weil die Themen so aufwühlend waren, sondern weil Feuerwehrleute in roten Shirts in Scharen zur Sitzung gekommen waren. Denn es ging um ihre künftige Fahrzeugausstattung.

Die Ortsfeuerwehren von Affaltern und Eisenbrechtshofen fahren mit betagten Löschfahrzeugen zu ihren Einsätzen. In Affaltern kommt zusätzlich zum Tragen, dass aktuell keine Einsätze unter Atemschutz gefahren werden können und somit die vorgeschriebene Hilfsfrist überschritten wird.

In zwei Jahren sollen zwei Feuerwehren je ein neues Fahrzeug erhalten

Kein tragbarer Zustand mehr, bestätigte Kreisbrandrat Alfred Zinsmeister den Wehren. Das soll sich in zwei Jahren ändern, beschloss der Gemeinderat. Bis 2022 sollen zwei neue Mittlere Löschfahrzeuge (MLF) in Dienst gestellt werden – Stückpreis rund 300000 Euro. Dazu gibt es einen Pauschalzuschuss in Höhe von 49.000 Euro.

 

Das MLF gibt es in der Variante 7,5 oder 8,5 Tonnen. Der Unterschied liegt weniger im Fahrzeug selbst als in der Zuladung. Vertreter der Feuerwehren plädierten für die „schwerere“ Variante. Mit 1000 Litern Löschwasser an Bord und diverser Ausrüstung komme man beim 7,5-Tonner schnell an die Beladungsgrenze.

Kein Wunschkonzert angesichts knapper Kassen

Eine gute Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehren sei sicherlich Pflichtaufgabe der Gemeinde, doch kein „Wunschkonzert angesichts knapper Kassen“, wollte Franz Bayer (CSU) bei der kleineren Ausführung bleiben. Die Frage, ob es ausreichend Fahrer mit dem nötigen Führerschein für das schwerere Fahrzeug gebe, stelle sich zumindest auf lange Sicht.

Bei der Fahrerlaubnis für Feuerwehrleute seien Änderungen in Arbeit, so Erhardt Merktle (FW). Welche Variante des Fahrzeugs letztendlich bestellt wird, entschied der Gemeinderat noch nicht. Das werde bei den anstehenden Gesprächen zur Fahrzeugausstattung Thema werden, so Bürgermeister Wolfgang Jarasch.

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