Newsticker
Italien verschärft Corona-Maßnahmen in einigen Regionen
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Brandneue Symphonie erklingt

03.01.2019

Brandneue Symphonie erklingt

Eine kürzlich erst uraufgeführte Symphonie spielt das Schwäbische Jugendblasorchester bei seinem Konzert in der Stadthalle Gersthofen.
Bild: Alex Vollertsen

Schwäbisches Jugendblasorchester spielt in Gersthofen

Wenn am Sonntag, 6. Januar, zum wiederholten Male das Schwäbische Jugendblasorchester (SJBO) des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes die Bühne der Stadthalle in Gersthofen betritt, ist die gewaltige Symphonie „Remembrance“ des spanischen Komponisten Carlos Pellicer weltweit noch nicht oft erklungen.

Erst am 1. Dezember fand die Welturaufführung im spanischen Altea statt. „Remembrance“ ist die erste Symphonie für ein sinfonisches Blasorchester von Carlos Pellicer und wurde von der „Societat Filharmónica Alteanense“ als Pflicht-stück für die 45. Ausgabe des Internationalen Bandwettbewerbs „Villa de Altea“ in Auftrag gegeben. Nur wenige Tage danach wagt sich das Elite-Auswahlorchester des Allgäu-Schwäbischen Musikbunds (ASM) an dieses monumentale Werk.

Carlos Pellicer studierte an verschiedenen Musikschulen, spani-schen Konservatorien und Akademien und spezialisierte sich auf Dirigieren und Komposition. Er hält normalerweise Vorträge über seine Musik und ist als Musikberater für viele Aufnahmen tätig. Im Moment ist er Dirigent der U. M. Llutxent, Valencia, gibt Musikunterricht und arbeitet für den niederländischen Verlag Molenaar Edition, der seine Kompositionen für Blasorchester veröffentlicht. Er selbst besucht die Probephase des SJBO vom 2. bis 6. Januar im „Bruder-Klaus-Heim“ in Violau unter der Leitung von Chefdirigent Toni Scholl.

Diese Symphonie, gespielt vom SJBO ist unter anderem am Sonntag, 6. Januar, ab 17 Uhr in der Stadthalle Gersthofen zu hören. Neben dem neuen Remembrance stehen auch Klassiker auf dem Programm wie die Ouvertüre zu „Wilhelm Tell“ oder der Traditionsmarsch „Mars der Medici“. Mit „Fantasy Variations“ über ein Thema von Niccolo Paganini von James Barnes und „The Quintessential Mancini“ von Jörg Murschinski hat der musikalische Leiter weitere Stücke höchster Schwierigkeitsgrade ausgesucht.

Im Juni 1988 trat das neu gegründete Orchester – damals unter der Leitung des ASM-Bundesdirigenten Hermann Kuen – im Rahmen des Internationalen Blasmusikfestivals in Buchloe erstmalig an die Öffentlichkeit. Es war damit das erste Jugendblasorchester in Bayern auf Regierungsbezirksebene.

Karl Kling, damaliger Präsident und heutiger Ehrenpräsident des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes, setzte damals die Einrichtung des Orchesters gegen viele Widerstände durch. Die Musikerinnen und Musiker des SJBO sah er als Repräsentanten des ASM und als Vorbilder für viele junge Menschen, die in ihrer Freizeit Musik machen. Die qualifizierte Aus- und Weiterbildung im SJBO habe zudem zu einem beträchtlichen Anstieg im Niveau der Blaskapellen geführt, in denen die jungen Musiker ja weiterhin mitspielen.

Zwischenzeitlich sind rund 5000 junge Musiker „durch das Orchester“ gegangen. Viele von ihnen haben die Musik inzwischen sogar zum Beruf gemacht. Diese geben häufig ihre Erfahrungen auch heute noch an die derzeit aktiven Musiker des Orchesters weiter.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren