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Meitingen

13.10.2019

Das Ringeisen-Werk kommt nach Meitingen

So soll die neue DRW-Werkstatt für Menschen mit Behinderung aussehen, die nun in der Raiffeisenstraße in Meitingen gebaut wird.
Bild: MAP-Architekturbüro

Startschuss für neue Werkstatt im Gewerbegebiet. Dort sollen in zwei Jahren 60 Menschen mit Behinderung Arbeit finden.

„Wir freuen uns auf den neuen Werkstatt-Standort und auf mehr Platz – und dennoch werden wir Holzen vermissen, denn das ist ein besonderer Ort.“ Nach diesen Worten von Christa Krakowka, die aktuell in der Werkstatt des Dominikus-Ringeisen-Werks (DRW) arbeitet und ab 2021 nach Meitingen zur Arbeit kommen wird, griffen sie und ihre Vorredner – Karl-Heinz Rogg (SoBaInvest), Werner Grimm (Zweiter Bürgermeister Meitingens), Bernhard Christi (Werkstattleiter Kloster Holzen) und Rainer Wagner (MAP Architekturbüro) – zum Spaten. Symbolisch setzen sie sowie zahlreiche Politiker, die zu diesem Termin gekommen waren, diesen an und signalisierten damit: Jetzt kann’s losgehen mit dem Neubau der DRW-Werkstatt für Menschen mit Behinderung.

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Spatenstich in der Baugrube

Den Spaten erhoben die Gäste direkt in der Baugrube, die sich im Meitinger Gewerbegebiet Raiffeisenstraße befindet. Die Werkstatt für Menschen mit Behinderung, die aktuell in Holzen angesiedelt ist, wird dort neben der Künzler Landhandel GmbH und hinter dem Busunternehmen Meier Platz finden. Geplant ist die Errichtung eines 1600 Quadratmeter großen Gebäudes auf einer Grundstücksfläche von 3200 Quadratmetern. Ab 2021 sollen dann 60 Menschen mit Behinderung sowie deren 12 Betreuer dort zur Arbeit gehen. Die Gesamtkosten des Bauprojekts belaufen sich auf etwa drei Millionen Euro. Der Landtagsabgeordnete Georg Winter verwies auf Zuschüsse, die für das Projekt fließen werden – 109000 Euro für die Ausstattung der Werkstatt und 714000 Euro als Mietzuschuss – und lobte: „Eine tolle Sache, wie Inklusion hier gelebt wird.“

Idee wurde vor vier Jahren geboren

Die Idee, eine neue Werkstatt zu errichten, gehe zurück auf das Jahr 2015, erklärte DRW-Werkstattleiter Bernhard Christi in seiner Rede. Sie sei ein Baustein des Projektplans, das den Projektnamen „2025“ trägt und mehrere Veränderungen rund um den DRW-Standort in Holzen beinhaltet. Viele Einzelfaktoren haben für den Standort Meitingen gesprochen, so Bernhard Christi.

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Der Bahnhof sei fußläufig zu erreichen. Ebenso können die Mitarbeiter, die in Meitingen wohnen, ihre Arbeitsstelle zu Fuß erreichen. Die gute Infrastruktur des Orts kommt den Mitarbeitern zugute, die rundherum angesiedelte Industrie bietet die Möglichkeit, dass DRW-Bewohner an Außenarbeitsplätzen (außerhalb der eigenen Werkstätten) tätig werden. Christi: „Ich freue mich auf die neue Werkstatt und hoffe, dass wir den Zeit- und Kostenplan einhalten können.“

Zufahrt über Raiffeisenstraße

Was bautechnisch passieren soll, erläuterte Architekt Rainer Wagner samt Partnerin. Auf der Grundstücksfläche von 3200 Quadratmetern werden 1600 Quadratmeter als Nutzfläche ausgewiesen: 500 Quadratmeter entfallen auf die Werkstätten, 255 Quadratmeter auf Gemeinschaftsräume, 150 Quadratmeter auf Sozialräume und 200 Quadratmeter auf Lagerräume. Hinzu kommen Büros, Flure sowie weitere Räume im Obergeschoss, das allerdings nicht dieselbe Fläche einnimmt wie das Untergeschoss. Im Außenbereich sorgen Grünflächen an der Fensterfront der Werkstätten für einen Blick ins Grüne. Die Zufahrt, die auch für Lastwägen und Busse zugänglich sein muss, erfolgt über die Raiffeisenstraße.

Als Bauherr wird die Sozial Bauen und Investieren GmbH (SoBaInvest) fungieren. Bauherr Karl-Heinz Rogg übernahm die offizielle Begrüßung beim Spatenstich und wünschte dem Vorhaben einen „unfallfreien Bauverlauf“. Werner Grimm, der als Zweiter Bürgermeister Meitingens kam, beschreibt das Projekt als praktische Umsetzung des modernen Begriffs „Inklusion“. Dass Inklusion in Meitingen bisher bereits gut geklappt hat, zeigen bereits die DRW-Außenwohngruppen in der Gartenstraße und der St.-Wolfgang-Straße, erklärte Grimm, verwies auf weitere Wohnungen, die in Meitingen im Entstehen sind und wünschte dem Bauprojekt in der Raiffeisenstraße „Glück auf“.

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