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Gersthofen

26.02.2015

Der neue Aufzug ist nach Maß gefertigt

Sanierung Gasthof Strasser: im Blick der Aufzugsschacht
Bild: Marcus Merk

Der Umbau des  Gersthofer Traditionsgasthofs Strasser verschlingt drei Millionen Euro

 Das Metallgestell steht schon – bald soll der neue Aufzug im Treppenhaus des Gersthofer Traditionsgasthofs Strasser montiert sein. Das Gehäuse wird demnächst folgen. Auch sonst laufen die Umbauarbeiten im Auftrag der Stadt auf vollen Touren und sollen bis Anfang April beendet sein. Dann zieht der Pächter, die CreativCatering Stransky & Treutler, ein. Als Termin für die Eröffnung steuert Bürgermeister Michael Wörle den ersten Mai an.

Für den Lift, mit dessen Hilfe künftig Behinderte und Mütter mit Kinderwagen barrierefrei in den ersten Stock zum Bürgersaal oder in den Keller zum Gewölbegastraum oder zur ebenfalls neu angelegten neu Behindertentoilette gelangen, brauchte die Stadt eine Sonderanfertigung, sagt Tibor Sroka bei einem Durchgang durch die Baustelle. „Es war eine Herausforderung, den Aufzug überhaupt ins Treppenhaus zu bekommen.“ So mussten beispielsweise die vorhandenen Stiegen verschmälert werden, um den nötigen Platz zu schaffen. „Für diese Art von Lifts findet man nur Nischenhersteller, was das Ganze auch teurer macht.“ Die Kosten schätzt er auf gut 80000 Euro. Insgesamt verschlingt der Umbau rund drei Millionen Euro, abzüglich der Eigenbeteiligung des Pächters. Deren Höhe nennt Michael Wörle aus vertragsrechtlichen Gründen nicht.

Die aufwendigsten Neuerungen bei dem Umbau waren für die Küchen- und Kühleinrichtungen erforderlich – obwohl vom Grundriss er Sroka zufolge wenig verändert wurde. „Das liegt nicht zuletzt an den Anforderungen, die sich in den letzten Jahren geändert haben. So musste beispielsweise der Stromanschluss leistungsfähiger ausgelegt werden. Den statt mit Gas werden die heißen Gerichte künftig mit Induktionsfeldern und mit Dampfgarer zubereitet. Im ganzen Erdgeschoss wurde die Lüftung erneuert und zusätzliche Aggregate eingebaut.

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Dicht gemacht ist der Straßenverkauf beim großen Gastraum. „Hier kommt eine Kinderspielecke rein.“ Die Wände wurden verputzt und gestrichen. Die Heizkörper bleiben großenteils erhalten und werden verkleidet. Für den überwiegenden Teil der Innenausstattung ist der Pächter zuständig. Die neuen großen Fenster in der früheren Paul-Klee-Stube, in der bald ein Bistro mit 60 Plätzen eröffnet, sind eingebaut, ebenso die neue Deckenkonstruktion mit Lüftungsanlage.

Im Bürgersaal im ersten Stock sind die Säulen und Simse bereits teilweise in einem hellen Grau gestrichen. Die vorhandenen künstlerischen Gestaltungselemente und Muster bleiben erhalten. Die Wände werden weiß gestrichen, die Holzdecke gereinigt und lasiert. Die Spindeltreppe hinauf zur Galerie wurde entfernt – sie wäre dem Küchenbetrieb im Bürgersaal im Weg gewesen. Vor den Balkon wurde eine Wand gezogen. Dahinter wird eine neue Treppe eingebaut. Große Betriebsamkeit herrscht nicht zuletzt im Untergeschoss. Zwar bleibt das Ziegelgewölbe im früheren Gambrinuskeller, der nun zur Welserkuche wird, offen sichtbar. Aber die Wände wurden frisch verputzt und gestrichen. „Für den Hall versuchen wir eine Lösung mit Schalldämmung unter den Tischen und Bänken – dann sehen wir, ob noch nachgebessert werden muss, so Tibor Sroka. Barrierefrei ist hier die neue Behindertentoilette untergebracht. Beeindruckend ist derzeit noch das dichte Kabelgewirr: Denn für einen funktionierenden modernen Gasthausbetrieb sind viele Elektro- und Datenkabel erforderlich.

Wenn der Gasthof Strasser eröffnet ist, ist aber noch nicht Schluss mit dem Umbau. Bisher wird die Ölheizung noch benutzt. Im Sommer wird sie ausgebaut, der Raum für den Öltank wird zum Kühlraum. Dann erhält der Gasthof, wie bereits die Stadthalle auch, einen Anschluss an das leistungsfähige Heizungsnetz des Rathauses.

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