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Kommentar

26.02.2021

Die Impfung der Bürgermeister war rechtens. Aber war sie richtig?

Weiter für Gesprächsstoff sorgt die Corona-Impfung für die Bürgermeister von Zusmarshausen und Dinkelscherben.
Foto: Ulrich Wagner

Plus Edgar Kalb und Bernhard Uhl müssen sich der Debatte stellen. Doch vor Legendenbildung sollten sie sich hüten.

Bürgermeisterinnen und Bürgermeister genießen in ihren Orten bei den allermeisten Menschen zu Recht ein hohes Ansehen. Der Preis für das Prestige: Der "erste Bürger" einer Kommune muss damit leben, dass bei ihm besonders genau hingeschaut wird. Das erfahren derzeit auch die Rathauschefs Bernhard Uhl und Edgar Kalb, die die Möglichkeit ergriffen haben, sich als Vorstandsmitglieder des Altenheimbetreibers "Hospitalstift" vorzeitig gegen Corona impfen zulassen. Das war nach derzeitigem Kenntnisstand rechtlich völlig in Ordnung.

Ob es aber richtig war, das Impfangebot anzunehmen, darüber gibt es in Dinkelscherben und Zusmarshausen ganz unterschiedliche Meinungen - befeuert wird die Diskussion zudem durch die Knappheit an Impfstoff. Dieser Debatte und der damit verbundenen Kritik an ihren Personen müssen sich Kalb und Uhl stellen. Darauf zu verweisen, dass sie nicht als Bürgermeister geimpft worden seien, sondern als ehrenamtliche Vorstandsmitglieder, wird ihnen da wenig nützen. Zumal die Grenze zwischen beiden Funktionen verschwimmt. Denn das Mandat fürs Ehrenamt und ihre politische Stellung sind eng miteinander verknüpft. Im Falle Kalbs hat dies die Gemeinderatssitzung vom Dienstag sogar ausdrücklich bestätigt.

Lesen Sie dazu den Bericht

Nach Corona-Impfung: Bürgermeister erklären sich vor Gemeinderäten


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