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Diedorf

03.12.2020

Die Kamera läuft für das Weihnachtsstück beim Eukitea in Diedorf

Weil das Diedorfer Eukitea-Theater das Wintermärchen "Jack und die Zauberbohnen" nicht als Präsenzveranstaltung spielen kann, wird eine Videoaufzeichnung für's Internet gemacht.
Bild: Marcus Merk

Plus Das Theater Eukitea in Diedorf führt auch in diesem Jahr wieder ein Weihnachtsstück für Kinder auf. Wegen Corona soll es jedoch vorerst online stattfinden.

Im Aufführungsraum im Eukitea-Theater ist alles bereit für die Premiere des diesjährigen Winterstückes „Jack und die Zauberbohnen“. Die Bühne besteht aus einem Garten voller Blumen, links steht ein kleines Häuschen, mittig ein Topf mit einer langen Ranke, die hinauf in den Himmel führt. Doch etwas ist anders als sonst: Statt der Stühle für die Zuschauer ist neben der Lichtanlage eine Kamera aufgebaut. Da das Stück nicht in Präsenz gezeigt werden kann, soll es gefilmt werden, um es später zu den geplanten Vorstellungsterminen im Netz ausstrahlen zu können.

Diedorfer Eukitea-Theater kooperiert mit dem Theater Luftsprung

Entstanden ist das Theaterstück in Kooperation mit dem Figurentheater Luftsprung. Dessen Leiter Michael Gleich habe die Idee für das Stück gehabt, erzählt Stephan Eckl, Leiter des Theaters Eukitea. Er sei sofort begeistert gewesen: „Die Geschichte von Jack und seinen Zauberbohnen war schon als Kind mein Lieblingsmärchen. Ich fand es damals ungeheuer spannend.“ Bereits im Februar zum Fasching ist das Stück zum ersten Mal aufgeführt worden. Damals sei es jedoch noch als reines Figurentheater mit nur einem Geschichtenerzähler konzipiert gewesen, sagt Eckl. „Für Weihnachten haben wir uns dann eine neue Version ausgedacht: Jetzt haben wir noch eine Schauspielerin mit dabei, die in verschiedene Rollen schlüpft.“


Das Diedorfer Theater Eukitea spielt das Wintermärchen Jack und die Zauberbohnen.
Bild: Marcus Merk

So wird Jacks Geschichte von zwei Gärtnern erzählt, die von Michael Gleich und Cecilia de la Jara gespielt werden. Mit verschiedensten Gegenständen aus ihrem Garten erwecken sie die Welt des Jungen zum Leben: Ein goldener Rechen wird zur Harfe, ein Korb mit Obst und Gemüse kurzerhand zum Haus des Riesen umfunktioniert. Die Geschichte beginnt damit, dass Jacks Kuh „Milky White“ keine Milch mehr gibt. Er soll sie auf dem Markt verkaufen und einen möglichst guten Preis erzielen. Zurück kommt er jedoch mit drei Zauberbohnen, die er in seinem Garten einpflanzt. Über Nacht wachsen die Bohnen bis in die Wolken hinauf. Als Jack die Ranke hinaufklettert, wartet ein großes Abenteuer auf den Jungen: Dort liegt das Haus eines Riesen.

Handpuppen und Darsteller beim Eukitea

Die verschiedenen Figuren werden sowohl durch Handpuppen als auch von den Darstellern selbst verkörpert. Musikalisch untermalt wird das Stück durch den Komponisten und Texter Fred Brunner und den Violinisten und evangelischen Pfarrer Alan Büching. „Diese Interaktion zwischen Musik, Schauspielern und Text ist extrem wichtig für das Stück“, sagt Theaterleiter Eckl. Es gibt nämlich auch mehrere Gesangseinlagen.

Bis in den Oktober hinein habe das Theaterhaus noch darauf gehofft, das Winterstück in Präsenz aufführen zu können. Natürlich sei auch das mit reduzierter Zuschauerzahl und Hygienekonzept geplant gewesen, sagt Eckl. „Mit dem Lockdown im November haben wir uns dann aber recht schnell dazu entschlossen, eine Alternative online zu planen.“ So wurde nun, einige Tage vor der Premiere am Nikolaustag, das gesamte Stück von einem professionellen Kameramann gefilmt. „Es wird ein richtiger Filmschnitt produziert, der ungefähr eine Stunde dauern wird“, sagt Eckl. Gefilmt werde in zwei Runden: Zuerst in Gesamtansicht, danach werden Detailaufnahmen gemacht. Diesen Film können sich Familien mit Kindern und andere dann im Internet über die Homepage des Theaters anschauen.

Es gab schon einmal Online-Aufführungen

Bei anderen Stücken habe das Eukitea die Online-Aufführungen bereits testen können. So zum Beispiel bei den Stücken zur Mobbingprävention, die vor allem an Schulen gezeigt werden. Da auch das in diesem Jahr in Präsenz kaum möglich gewesen sei, seien diese ebenfalls gefilmt worden und dann online in der Schulklasse angesehen worden, erzählt Eckl. „Das hat sehr gut funktioniert und die Kinder waren vollkommen begeistert.

Die Nachbesprechung hat eine Stunde gedauert, also in etwa genauso lang wie bei den Aufführungen vor Ort. Die Kinder hatten sehr viele Fragen“, freut sich Eckl. Daher bieten die Online-Aufführungen eine gute Alternative in diesem Jahr, in dem auch das Eukitea stark von den Corona-Einschränkungen betroffen war: „Allein bis Ende Juli hatten wir 180 Spielabsagen, eigentlich wären wir sehr gut gebucht gewesen“, sagt Eckl. Bisher habe das Theater nur etwa ein Drittel der geplanten Stücke spielen können. Darum ist bei dem Winterstück nun auf eine gute Rezeption zu hoffen.

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