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Landespolitik

18.10.2019

Die Lohwald-Petition wird an den Minister überreicht

Die Vertreter der Bürgerinitiativen und der Grünen übergaben die Petition zum Erhalt des Lohwaldes an den bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber (rechts) und den parlamentarischen Geschäftsführer Fabian Mehring (Fünfter von links), der den Termin im Landtag ermöglicht hatte.
Bild: Dirk Oberjasper

Bürgerinitiativen laden Thorsten Glauber nach Meitingen ein. Grüne wollen die BI-Vertreter unterstützen

Vertreter der Bürgerinitiative Lech-Schmuttertal und der Aktionsgemeinschaft zum Erhalt der Lebensqualität im Raum Meitingen (AGL) übergaben gemeinsam mit Annemarie Probst, der Ortsvorsitzenden der Grünen in Meitingen, ihre Petition zum Erhalt des Bannwaldes an Umweltminister Thorsten Glauber.

Nach dem Termin berichteten die Vertreter der BI und AGL, dass sich der Minister Zeit für ein Gespräch rund um die Entwicklung und Emissionsproblematik der Lech-Stahlwerke genommen habe. Die Vertreter der BI und AGL hätten dem Minister erklärt, dass zu Beginn der Stahlproduktion in Meitingen 300000 Tonnen Rohstahl hergestellt wurden. Heute seien es über 1,1 Millionen Tonnen. Dies sei der Grund für ein Emissionsvolumen, das die Region inzwischen stark belaste. Sie hätten außerdem betont, dass die bereits beantragte erneute Produktionserhöhung auf 1,4 Millionen Tonnen und der Bau weiterer Anlagen im dafür zu rodenden Wald das übersteige, was die Region auszuhalten imstande sei.

Die Vertreter der BI und AGL erklärten auch, dass sie den Umweltminister zu einem Besuch nach Meitingen eingeladen hätten, damit dieser selbst feststelle, wie es vor Ort aussehe und wie sich die Menschen fühlen. Dabei hätten sie auch klar gemacht, dass sich niemand an einem ordnungsgemäß betriebenen Werk im bisherigen Rahmen störe und Modernisierungen zur Reduktion der Emissionen immer begrüßt würden.

Den Termin in München hatte der Landtagsabgeordnete der Freien Wähler Fabian Mehring organisiert. Er erklärte in einer Pressemitteilung, dass nun auch Staatsminister Glauber um die Bedenken der Naturschützer wisse. Diese würden die derzeit vorliegenden Pläne des Stahlwerks nicht zustimmungsfähig machen, sagte Mehring. Es sei jetzt an der Politik, einen geeigneten Vermittlungsvorschlag zu unterbreiten, der die berechtigten Interessen von Ökologie und Ökonomie unter einen Hut bringt, so Mehring. Stephanie Schuhknecht und Max Deisenhofer, die hiesigen Abgeordneten der Grünen-Landtagsfraktion, teilten ebenfalls per Presseerklärung mit, dass sie den BI-Vertretern ihre Unterstützung in den bevorstehenden Ausschussgesprächen ausgesprochen hätten. Schuhknecht habe sich erst im September mit der Geschäftsführung der Lech-Stahlwerke getroffen und für eine umweltverträglichere Alternative geworben. „Die Bauabsichten müssen ganz klar dem Umwelt- und Naturschutz gerecht werden. Eine Recyclinganlage kann auch an einem anderen Ort stehen, ein neu aufgeforsteter Bannwald hingegen braucht mindestens 50 Jahre, um seine vielfältigen Funktionen zu erfüllen“, so Schuhknecht, Vorsitzende des Ausschusses für Eingaben und Beschwerden. (AL/elhö)

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18.10.2019

Oh ihr Grünen. Ihr seit Weltfremd

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