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Stammtisch

23.11.2018

Die Sonne bietet viele Möglichkeiten

Großes Interesse für erneuerbare Energietechnik zeigten die vielen Besucher am vierten Energiestammtisch in Welden.
Bild: Michaela Krämer

Welche Energielösungen gefragt sind und welche Speichermöglichkeiten es gibt, wird in Welden diskutiert

Von den vielen Sonnentagen in diesem Sommer profitierten Hauseigentümer mit eigener Photovoltaikanlage. Doch auch wenn die Sonne nicht immer scheint: Photovoltaik lohnt sich wieder, sagte der Energieberater der Lechwerke (LEW), Stefan Kindler beim jüngsten Energiestammtisch in Welden. Selbst wenn vor Jahren wegen der gesunkenen Einspeisevergütung die Produktion von Sonnenstrom zeitweise nicht allzu attraktiv war und Zweifel über diese Technik aufkam, habe sich das Blatt gewendet. Die Preise zur Anschaffung einer Solaranlage seien inzwischen gefallen, die Einspeisevergütung dagegen sei stabil.

Dass sich wieder mehr Leute für erneuerbare Energietechnik interessieren, zeigte der große Zuspruch beim nun bereits vierten Energie-stammtisch. Walter Thiergärtner, der Organisator der Veranstaltung, betrachtet die Energiewende in der heutigen Zeit als wichtigen Aspekt. Aus seiner Sicht sind immer noch zu wenige Anlagen auf den Dächern der Marktgemeinde. „Wir könnten so viel mehr saubere Energie von oben gewinnen.“ Zum Beispiel mit der Solar-Cloud.

Wie das geht, erklärte der Experte: „Meist erzeugt man in den Sommermonaten mehr Strom als man verbraucht“, so Stefan Kindler. Dieser Strom könne nur bis zu einer begrenzten Kapazität in einem Batteriespeicher gespeichert werden, der Rest werde ins Stromnetz eingespeist.

In den Wintermonaten benötige der Verbraucher mehr Strom, als er selbst erzeugt. „Überschüssiger Strom fließt in einen virtuellen Speicher und steht dann zur Verfügung, wenn der Bedarf über den Batteriespeicher oder die Solarerzeugung nicht gedeckt werden kann. Somit spart man ein Stromguthaben im Sommer an, über das dann im Winter wieder verfügt werden kann“, erklärte der Energieberater. „Dieser virtuelle Speicher hat den Vorteil, dass er an den Bedarf angepasst werden kann. Die Kapazität ist von 1000 bis 3000 Kilowattstunden variabel wählbar.“

Nach den detaillierten Ausführungen des Energieberaters hatten die Besucher die Gelegenheit, Fragen an den Experten zu stellen. Die richteten sich besonders auf die Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit sowie die Frage: Speichern oder einspeisen? Welche Anlage ist für mich das Richtige? Was passiert, wenn das Stromkonto voll ist?

Wie ist es mit der Aufladung von E-Mobilität? Walter Thiergärtner brachte es letztendlich auf den Punkt. „Wir haben hier viel Sonne. Wir sollten unsere Möglichkeiten nutzen.“ (kräm)

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