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Stadtbergen

20.12.2020

Die TSG Stadtbergen trauert: Werner Schlosser und Tolga Anil gestorben

Der langjährige Jugendleiter der TSG Stadtbergen, Werner Schlosser, ist mit 63 Jahren gestorben.
Bild: Ingrid Strohmayr

Für Werner Schlosser, der über 40 Jahre als Jugendleiter bei der TSG Stadbergen wirkte, war der Verein wie eine zweite Familie. Er ist mit 63 Jahren gestorben.

Die TSG Stadtbergen trägt Trauer. „Es gibt gerade nicht die richtigen Worte, um zu beschreiben, wie ungerecht das Leben sein kann.“ So steht es derzeit auf der Homepage der Fußball-Abteilung, die innerhalb weniger Wochen gleich zwei schmerzhafte Verluste hinnehmen musste. Zunächst starb völlig überraschend im Alter von nur 33 Jahren der aktive Spieler Tolga Anil, kurz darauf der langjährige Jugendleiter und Trainer Werner Schlosser.

Werner Schlosser war bei der TSG Stadtbergen wie ein Bindeglied

„Die Fußballer waren seine zweite Familie“, sagt seine Enkelin Stephanie Überall. „Er war mein Trainer seit 1982“, zeigte sich der derzeitige Fußball-Abteilungsleiter Alexander Götz tief betroffen und unendlich traurig. Auch Zweiter Bürgermeister Michael Smischek kann sich noch gut daran erinnern, von Werner Schlosser trainiert worden zu sein, als die Jugendmannschaften der TSG Stadtbergen und des TSV Leitershofen eine Spielgemeinschaft bildeten. „Er war immer ein Bindeglied zwischen den Generationen“, sagte Smischek beim Trauergottesdienst. Als Vermittler trat Werner Schlosser auch als Betriebsratsvorsitzender in der Augsburger Kammgarnspinnerei, wo er seine Lehre absolviert hatte, und als ehrenamtlicher Arbeitsrichter in Erscheinung.

Stadtbergen: Von 2007 bis 2008 saß Werner Schlosser im Stadtrat

Schlosser, von seinen Sportfreunden „Vase“ genannt, war in Stadtbergen aber nicht nur beim von ihm so geliebten Fußball eine Institution. Von 2007 bis 2008 gehörte er als Nachrücker dem Stadtrat an, er war Kassier beim Soldaten- und Veteranenverein und Mitglied bei der Feuerwehr. Altbürgermeister Ludwig Fink sprach einen Nachruf für die SPD. Für diese Partei kandierte er 2014 erneut. „Ich habe für ihn Werbung gemacht, konnte ihn aber leider nicht wählen, weil ich ja in Augsburg wohne“, bedauert seine Enkelin. Sie ist untröstlich, dass ihr ein Virus den Opa genommen hat. Seit Mitte November hatte er dagegen angekämpft. Vergeblich.

Am 30. Dezember wäre Werner Schlosser, der zuletzt bei der Stadt als Mitarbeiter im Bürgersaal arbeitete und noch beim Re-Start des Kulturprogramms im Oktober aktiv mitgewirkt hat, 64 Jahre alt geworden. Im Februar wäre er in Rente gegangen. „Wir haben einen Menschen verloren, der mit seiner Lebensfreude, seiner Güte und seinen Eigenarten unser aller Leben bereichert hat“, heißt es in der Todesanzeige der Familie. Schlosser hinterlässt seine Ehefrau, einen Stiefsohn und vier Stief-Enkelinnen. (oli)

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