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Abiturfeier in Neusäß

26.06.2009

Ein "Mordsstress" ist endlich zu Ende

Ein wenig Wehmut, ein bisschen Begeisterung: Die Stimmungslage in der Neusässer Stadthalle changierte am Freitagmittag stetig, als das Justus-von-Liebig-Gymnasium seine Abiturienten feierlich verabschiedete.Von Christian Paul

Neusäß. Ein wenig Wehmut, ein bisschen Begeisterung: Die Stimmungslage in der Neusässer Stadthalle changierte am Freitagmittag stetig, als das Justus-von-Liebig-Gymnasium seine Abiturienten feierlich verabschiedete.

"Ein ganz besonderer Jahrgang" sei dies, sagte der stellvertretende Schulleiter Franz Weichselgärtner. Von den 89 Abiturienten habe jeder den Abschluss geschafft, drei müssten sich wegen Krankheit noch gedulden. Eine besondere Abiturfeier war es auch, weil es für die langjährige Schulleiterin Christa Lacher die letzte in dieser Funktion war. Lacher geht in den Ruhestand.

Ihr Noch-Stellvertreter Weichselgärtner schaffte es bei seiner Begrüßung innerhalb von Sekunden, Eltern wie Abiturienten gleichermaßen anzusprechen und zu unterhalten. "Ein Mordsstress" sei das Abitur gewesen. Für Lehrer, Schüler und Eltern. Und für die Eltern höre der Stress nie auf, fügte er hinzu. Auch nicht nach dem Abschluss. "Dann kommt das Geld fürs Auto und, und, und. Sie werden immer Probleme haben", sagte Weichselgärtner mit einem Augenzwinkern und erntete Applaus.

Ein "Mordsstress" ist endlich zu Ende

Die stellvertretende Landrätin Anni Fries gratulierte den Abiturienten herzlich. "Sie sind auf dem Weg, Ihren Platz in der Gesellschaft zu finden", sagte sie. Das Abitur sei der "Schlüssel für eine aussichtsreiche Zukunft". Für den Neusässer Bürgermeister Hansjörg Durz war der Freitag ein "Tag der Freude", aber auch einer des Nachdenkens. "Vertrautes wird schnell hinter Ihnen liegen", sagte Durz. Mehr Einsatz sei jetzt gefordert, um persönliche Freundschaften zu erhalten. "Nehmen Sie Ihre Talente und Ihr Wissen mit", so Durz. "Ihr Abschluss ist eine hervorragende Ausgangsposition." Von Misserfolgen sollten sich die Abiturienten nicht entmutigen lassen und stattdessen Ausdauer beweisen.

Der scheidenden Schulleiterin Christa Lacher dankte er für die gute Zusammenarbeit: "Sie müssen gemischte Gefühle haben." Lacher sah den "Höhepunkt des bisherigen Lebens" für die Absolventen gekommen. Ein solcher Tag zwischen "Befreiung und Angst" sei für eine Bilanz geeignet: "Welche Chancen hatte ich? Welche habe ich genutzt, welche nicht?" Nicht nur bei der Beantwortung dieser Fragen wünschte Lacher allen die "Anlage zur Lebenszufriedenheit". Dann gab sie noch einen letzten pädagogischen Rat: "Warten Sie nicht auf die Zukunft wie Schneewittchen auf den Prinzen, der sie wachküssen soll."

Wachgeküsst und ausgelassen strömten dann die Abiturienten für die Zeugnisübergabe auf die Bühne. Einige verbeugten sich in ihrer Freude spontan vor dem Publikum. Besonders feiern können Claudia Würstler (Notendurchschnitt 1,0), Robert Steinhauser (1,2), Eva-Maria Frey, Megan Wester, Raphaela Berto und Michael Götz (je 1,3): Sie sind die besten Abiturienten im Jahrgang 2009 des Justus-von-Liebig-Gymnasiums.

Und dann war das endgültige Ende ihrer Schulzeit gekommen. Der letzte Titel der Jazzband sollte aber kein Motto für die Zukunft der jungen Abiturienten sein. Gespielt wurde das Stück "Mission: Impossible".

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