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Ursberg

23.11.2018

Eine Million Sterne für eine Million Wohnungen

Der Ursberger Klosterhof im Zeichen des Lichts. Mit ihrer Aktion machten die Schwestern der Ursberger St. Josefskongregation auf die zahlreichen fehlenden Wohnungen in Deutschland aufmerksam.
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Der Ursberger Klosterhof im Zeichen des Lichts. Mit ihrer Aktion machten die Schwestern der Ursberger St. Josefskongregation auf die zahlreichen fehlenden Wohnungen in Deutschland aufmerksam.
Bild: Markus Landherr

Wie die Ursberger Schwestern mit der Solidaritätsaktion der Caritas ein Zeichen für eine gerechtere Welt setzen.

Keine Kinder, keine Haustiere, überdurchschnittliches Einkommen – für Wohnungssuchende ist das die Formel zum Glück. Diese Faktoren erhöhen die Chance, eine Mietwohnung zu ergattern. Eine Garantie gibt es dennoch nicht. Für Menschen mit geringem Einkommen, Migrationshintergrund, einer Erkrankung oder Behinderung dagegen wird die Suche nach einer bezahlbaren Wohnung immer schwieriger. Eine Million fehlende Wohnungen hat der Deutsche Mieterbund errechnet. Wir sprechen von Deutschland. Wir sprechen von 2018. Wir sprechen von einem der reichsten Länder der Erde. Die Mieten haben insbesondere in den Ballungsräumen in den letzten Jahren astronomische Höhen erreicht. Schon Durchschnittsverdiener können sich das nur unter größten Anstrengungen leisten.

Das heißt es, auf Wohnungssuche zu sein

Geringverdiener fallen durchs Raster. Doch auch weltweit haben Millionen von Menschen durch Armut, Krieg und Vertreibung kein Zuhause mehr. Mit der Kampagne „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“ rief die Caritas am Samstag, dem Vorabend des von Papst Franziskus ausgerufenen Welttags der Armen, zu einer bundesweiten Solidaritätsaktion auf. Unter dem Motto „Eine Million Sterne“ hatten neben 70 weiteren Gemeinden in Deutschland auch die Schwestern der Ursberger St. Josefskongregation in den örtlichen Klosterhof eingeladen. Ein Lichterstern aus Hunderten von Kerzen erinnerte an die Menschen, die hierzulande und weltweit kein Zuhause haben.

Anhand verschiedener Lebensgeschichten zeigten die Sprecherinnen und Sprecher der St. Josefskongregation, des Dominikus-Ringeisen-Werks und der Pfarrgemeinde beispielhaft auf, was es heißt, auf Wohnungssuche zu sein.

Mit der Aktion solle ein Bewusstsein geschaffen werden für die Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen

Dabei sei das Recht auf Wohnraum ein Menschenrecht, sagte die Initiatorin der Aktion, Generaloberin Sr. M. Katharina Wildenauer CSJ. Mit der Aktion solle ein Bewusstsein geschaffen werden für die Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen. Es komme im christlichen Glaubensleben darauf an, Nächstenliebe zu üben, Menschen in ihren Lebenslagen wahrzunehmen und sie in ihrem Wunsch nach Geborgenheit und einem Zuhause zu unterstützen.

Diese Anliegen thematisierte auch das von Pater Benedikt vorgetragene Evangelium. Musikalisch umrahmt wurde die Aktion vom Bläserensemble des Ringeisen-Gymnasiums unter der Leitung von Andreas Altstetter.

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