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Gersthofen

25.01.2020

Eine Traumfabrik spricht in Gersthofen alle Sinne an

Jonglage-Artisten zeigten in Gersthofen ihre Künste. 
Foto: Diana Zapf-Deniz

In der Stadthalle Gersthofen bietet ein Varieté eine mitreißende Mischung aus Musik, Fantasie und Jonglage. Es gibt noch einige Vorstellungen.

Nach Weihnachten, so ist es seit wenigen Jahren Brauch, kommt die Traumfabrik mit sage und schreibe acht Vorstellungen und rund 6000 Besuchern nach Gersthofen. Diesmal war in der Stadthalle wieder ein Erlebnis für viele Sinne geboten.

Beim Hinaufgehen der Treppen zur Stadthalle, treten die Gäste durch das Tor der Träume, bestehend aus silber glänzenden Ballons mit den Lettern TRAUM. Eine junge Dame in Zirkuskleidung überreicht jedem freudig das Programm und kaum Platz genommen im Saal, fängt der Beamer Ixy mit launigen Texten mit dem Publikum zu plaudern an. „Schön, dass sie da sind. Mir ist nämlich so langweilig“, steht groß auf der Leinwand.

Es wird gesungen und die La-Ola-Welle geprobt

Der Computeranimateur versteht es glänzend zu unterhalten. Er habe herausgefunden, dass während einer Aufführung stets 1,78 Geburtskinder anwesend seien. Deshalb wäre ein Ständchen angebracht. Bis die Show beginnt, wird gesungen und die La-Ola-Welle geprobt. Dann beginnt die Traumfabrik und Ingo Pawelke, Sohn des Erfinders Rainer Pawelke, erzählt, dass sein Vater die Traumfabrik vor 40 Jahren in Regensburg gegründet hat. Insgesamt benötigen sie ein Jahr an Vorbereitung. Er lädt die Zuschauer zu einer Reise in die Zukunft ein und zurück zum Ursprung des Wunders und der Quelle des Staunens.

Was vielversprechend angekündigt wird, bestätigt sich auch: Die gekonnte Mischung aus Schauspiel und Akrobatik verschmilzt mit Musik und Lichteffekten zu einer surrealen Traumwelt. Mal futuristisch beängstigend, mal heiter und dann auch wieder verspielt, märchenhaft oder düster. Die Show umfasst somit eine vielseitige Bandbreite an Unterhaltung.

Weißblau schimmernde Bänder schwingen bühnenfüllend

Ganz unspektakulär lassen es die jeweiligen Darbietungen zunächst angehen, um letztlich zu einem grandiosen Höhepunkt zu gelangen und es dann wieder ruhig ausklingen zu lassen. Dieser Spannungsbogen ist in nahezu bei allen Acts zu beobachten und zeigt sich ganz wundervoll bei den tanzenden großen weißen Bändern zur Musik von Bedrich Smetanas „Die Moldau“. Fluoreszierend weißblau schimmernde Bänder schwingen bühnenfüllend, bewegt wie von Geisterhand, zuerst fungierend als Rinnsal, um später in einem reißenden Fluss zu münden.

„Der Kampf um die Bank“ im „Wartezimmer“ ist unglaublich lustig und mit viel Pantomime und Schauspielkunst wahnsinnig gut gelungen. Mimenkünstler Georg Sosani ist nicht nur in diesem Stück zu sehen, sondern kommt immer wieder auf die Bühne. Seine Mimik und Körpersprache begeistern die Zuschauer. Ein großartiger Künstler.

Viele Facetten der Jonglage

„Jonglissimo“ aus Österreich bieten viele Facetten der Jonglage. Und gerade hier besteht die Faszination des Spiels aus Geschwindigkeit und Farben sowie gekonnten Lichtkegelakzenten. Uta Keppler dagegen weiß, wie man mit Tüchern spricht und sie bis zur Decke zum wirbelnden Balletttanz bewegt. Dazu spielt Violinistin Martina Spörl „Crystallize“ von Lindsey Stirling. Ein besonders schöner Programmpunkt zum Träumen und sich von der Magie in den Bann ziehen zu lassen.

Und wer hätte gedacht, dass man aus feiner Folie sich zu Musik bewegende Eisberge kreieren kann, die sich später zu Vögeln in einer Zirkusmanege verwandeln? Die Traumfabrik machte es möglich und das Publikum war begeistert.

Weitere Vorstellungen gibt’s am heutigen Samstag, 25. Januar, um 13/16.30/20.15 Uhr sowie am Sonntag, 26. Januar, um 14 und 18 Uhr.

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