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13.08.2018

Er lotet die Möglichkeiten des Jazz aus

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Der Vibraphonist Wolfgang Lackerschmid hat sogar schon Ballettstücke geschrieben

Heute geht es um einen weltberühmten Künstler, der sich unsere Heimat als die seine erwählt hat. Denn er ist 1956 am „Lago di Bonzo“ (so nennen die Oberbayern auch den Tegernsee) geboren und im schwäbischen Ehingen/Alb-Donau-Kreis aufgewachsen und erst dann nach Bayerisch-Schwaben übergesiedelt.

Gemeint ist einer der derzeit wohl bekanntesten deutschen Jazz-Musiker, Wolfgang Wilhelm Lackerschmid, der seit Langem von Augsburg aus agiert, wo er nicht nur ein Tonstudio betreibt, sondern auch mit seiner Frau seinen Lebensmittelpunkt hat.

Lackerschmids Hauptinstrument ist heute das Vibraphon. Neben dem Spiel auf diesem Schlaginstrument arbeitet der Musiker auch als Bandleader und Komponist. Zur Musik gekommen ist bereits als Kind, als er zunächst Klavier lernte und auch auf der Gitarre spielte. Mit 16 Jahren gründete er seine erste Band, ein Swing-Quintett.

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Ab 1974 beschäftigte er sich intensiv mit dem Vibraphon. Er ging nach Stuttgart und studierte an der dortigen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst dieses Instrument sowie Komposition. Zwei Jahre später gründete Lackerschmid erneut eine Band namens Mallet Connection. Mit einer anderen Gruppe, Vibe Summit ging er in dieser Zeit auf Tournee.

Der Erfolg blieb nicht aus. Die europäische Jazzszene wurde auf ihn aufmerksam und räumte ihm einen Platz ein. Zu Beginn der 1980er-Jahre kümmerte sich der Musiker zunächst verstärkt um seine Plattenfirma Sandra Music. Es folgte das Zusammenspiel mit verschiedenen Latin-Trios. 1984 veröffentlichte Lackerschmid sein Ballett „The Fourth World“. Geprägt ist die Zeit der 1980er-Jahre insbesondere von Tourneen durch Europa und ab 1990 verstärkt in die Staaten. Gemeinsam mit seiner Frau, der Jazz-Sängerin und Songschreiberin Stefanie Schlesinger, arbeitet er nun von Augsburg aus, spielt in eigenen Gruppen oder auch als Gast in anderen großen Bands. Die Anzahl seiner bisher veröffentlichten Tonträger überschreitet die 100.

Berühmt sind seine Duette mit einem der von ihm sehr verehrten ganz großen Jazz-Trompeter, dem 1988 verstorbenen Chet Baker. Für ihn komponierte Lackerschmid zehn Stücke.

Auch Kindermusicals („Pinocchio“, „Zauberer von Oz“, „Schneewittchen“) stammen aus der Feder Lackerschmids. Dazu kommen Auftragskompositionen für Funk und TV. Und auch die Puppenkiste profitierte von seiner Musik für etliche Aufführungen.

Immer wieder musiziert er auch mit einem Partner, der eigentlich aus einer ganz anderen Sparte kommt: Der Maler- und Bildhauer-Star Markus Lüpertz, mit dem Wolfgang Wilhelm Lackerschmid befreundet ist, schließt sich ihm hin und wieder am Klavier zu einer Jamsession an.

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