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Religion

09.04.2016

Erstmals kommt ein Bischof nach Anhausen

Bischof Konrad Zdarsa kommt nach Anhausen.
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Bischof Konrad Zdarsa kommt nach Anhausen.

Die Kirche St. Adelgundis feiert am Sonntag ihr 300-jähriges Bestehen. Was sich die Anhauser zu diesem Jubiläum einfallen lassen

Am Sonntag ist es soweit. Die Kirche St. Adelgundis in Anhausen feiert ihr 300-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass wird auch Bischof Konrad Zdarsa aus Augsburg zu Gast sein. Manfred Gromer, Pfarrer der Kirche St. Adelgundis blickt der Feier freudig entgegen: „Das wird ein toller Tag und ich wünsche mir vor allem, das viele Leute kommen und damit zeigen, was ihnen die Kirche bedeutet.“ Außerdem, so Gromer, sei es das erste Mal in der Geschichte der Kirche St. Adelgundis, dass ein Bischof zu Besuch kommt.

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Das Programm startet am Sonntag bereits um 9.30 Uhr mit einem Festgottesdienst, geleitet von Bischof Zdarsa. „Wir sind schon sehr gespannt, was uns Bischof Zdarsa in der Predigt mit auf den Weg geben wird,“ so Gromer. Der Kirchenchor wird einige Stücke singen und Dr. Klaus Donaubauer übernimmt die Kantorgesänge. Nach dem Gottesdienst werden die Kinder des Kindergartens St. Adelgundis dem Bischof ein Ständchen singen. Abschließend findet ein gemeinsames Mittagessen im Pfarrheim statt. Gleichzeitig gibt es im Obergeschoss des Pfarrheims eine kleine Ausstellung zur Baugeschichte der Pfarrkirche, sowie Erinnerungen an die Erstkommunionfeiern.

In ihrem über 300-jährigem Bestehen hat die Kirche viel erlebt. „Eine Pfarrkirche ist meistens ein nie abgeschlossenes Projekt. Es sollte immer etwas in Bewegung sein, so wie bei unserer St. Adelgundis,“ sagt Gromer. Bereits 1150 wurde die Pfarrkirche zum ersten mal urkundlich erwähnt. Über die Jahre gab es für die traditionsreiche Kirche verschiedene einschneidende Momente, wie zum Beispiel 1716 den Neubau des Langhauses durch Hans Georg Mozart, einem entfernten Verwandten von Wolfgang Amadeus. In den Folgejahren des Zweiten Weltkriegs gab es eine Sanierung, nachdem der Turm und das Kirchenschiff von amerikanischer Artillerie beschossen wurde.

Erstmals kommt ein Bischof nach Anhausen

Am 11.11.1716 fand die erste Weihe der restaurierten Kirche statt. Laut Manfred Gromer wird 2016 das ganze Jahr zu einem Jubiläums- und Festjahr, in dem es verschiedene Konzerte und Veranstaltungen geben wird. Gromer ist seit 2002 Pfarrer von Anhausen und fühlt sich dort sehr wohl. „Einer der wichtigsten Punkte in meiner Zeit hier war der Bau des Pfarrheims.“ Dadurch, so Gromer, sei das Pfarrleben und das Geschehen rund um die Kirche lebendiger geworden. Eindrucksvoll war für Gromer auch das Wiederaufstellen des restaurierten Taufsteins aus dem 19. Jahrhundert: „Das war für viele eine Rückerinnerung an ihre frühere Taufe und auch ein Symbol der Erneuerung,“ so der Pfarrer.

Am Sonntag soll Gromer zufolge nicht nur die Kirche gefeiert werden, sondern auch die Geschichten, Erinnerungen und Menschen dahinter. „Die Kirche ist vor allem ein Haus der Gastfreundschaft geworden, in dem auch andere Veranstalter Events organisieren und unsere Räume angemietet werden.“ Der Tag soll im Zeichen der Feierlichkeit und Gastfreundlichkeit stehen. Gromer hofft, dass auch Leute kommen, die vielleicht noch nicht oder nicht mehr so häufig den Weg in die über 300 Jahre alte Kirche finden.

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