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Schau

18.01.2019

Farbenfrohe Kunstwerke im Rathaus

Mali Herb (stehend, Bildmitte) und die Künstler mit Behinderung freuten sich, dass ihre Arbeiten bei der Vernissage so gut ankamen.
Bild: Peter Heider

In Meitingen sind Bilder von Künstlern mit Behinderung zu sehen

41 Werke von sechs Künstlern mit Behinderung sind derzeit im Foyer des Meitinger Rathauses zu sehen. Die Ausstellung steht unter dem Motto „Winterzeit ist Kunstzeit – Wir sammeln Farben für den Winter“. Sie entstand unter der Federführung des Inklusionsbüros Meitingen in Zusammenarbeit mit der Förderstätte des Dominikus-Ringeisen-Werks Kloster Holzen.

Sozialpädagoge Christoph Stadler vom Inklusionsbüro erklärte bei der Vernissage, dass die Bilder eine Reise durch kräftige Farbwelten seien. Die Werke seien in Öl auf Leinwand gemalt und im Rahmen des Förderangebotes entstanden, bei dem Menschen mit Behinderung bei der Grundierung der Bilder mitwirken können. Die weitere Ausgestaltung der Werke übernehmen die Mitarbeiter. So war Mali Herb, Mitarbeiterin der Förderstätte und Mitwirkende am Kunstangebot, maßgeblich am Entstehungsprozess der Bilder beteiligt.

Zur Vernissage kamen nicht nur die Künstler, sondern auch viele Kunstfreunde. Bürgermeister Michael Higl sprach dabei von einer eindrucksvollen und eindrucksreichen Stunde im Rathausgebäude. Das derzeitige Wetter bringe viel Dunkel und wenig Licht ins Leben, doch die Farben der ausgestellten Bilder würden den Alltag wieder freundlicher erscheinen lassen, freute sich der Rathauschef.

Künftig werden auch die Meitinger Hobby-Freunde die Künstler aus Kloster Holzen unterstützen. Vorsitzende Anne Herbst erklärte, dass der Kontakt über Markus Zerle zustande gekommen sei. Zerle arbeitet als Auszubildender in Kloster Holzen und ist Mitglied bei den Hobbyfreunden. Er berichtete von seiner Tätigkeit im Dominikus- Ringeisen-Werk und weckte damit sogleich das Interesse der Vereinsmitglieder.

Einen Einblick in die Arbeit der Förderstätte gab Bernhard Christi, Leiter der Dominikus Ringeisen-Werkstätten und Förderstelle Kloster Holzen. „Die Förderstätte in Kloster Holzen ist eine Einrichtung für schwerst- und mehrfach behinderte Erwachsene, die im alltäglichen Leben umfassende Begleitung und Hilfestellung benötigen“, sagte Christi. Gleichzeitig seien diese Menschen durch das Ausmaß ihrer Behinderung nicht in der Lage, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt oder in einer Werkstatt für behinderte Menschen zu arbeiten.

Zuletzt erläuterte Christoph Stadler, dass die Ausstellung als Impulsgeber für weitere Kulturangebote im Bereich Inklusion und Kunst dienen soll. „Mit dieser Veranstaltung werden Menschen mit Handicap in den Mittelpunkt unserer Gesellschaft gestellt – jeder Einzelne wird mit seiner Besonderheit, mit seinen Talenten wahrgenommen“, erklärte Annemarie Probst, Bezirks- und Kreisrätin (Grüne).

Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage vom Harfen-Gitarren-Duo Helena Madeira (Harfe) sowie Hilde Held-Portenhauser (Gitarre) aus der Förderstätte in Kloster Holzen.

Die Schau kann bis zum 1. März während der Öffnungszeiten des Meitinger Rathauses besichtigt werden.

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