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Konzert

27.05.2019

Flotte Jazzrythmen im Rathaussaal

Die Jazzmusiker des Auwald-Trios bei ihrem Konzert im Dinkelscherber Rathaussaal.
Bild: Manfred Miller

Das Auwald-Trio beeindruckt mit Improvisation

Obwohl sie erst seit fünf Jahren gemeinsam auftreten, sind Christian Ludwig Mayer (Piano), Ludwig Linninger (Kontrabass) und Lorenz Hunziker, musikalisch bereits im In- und Ausland unterwegs. Dass sie sich mit Leib und Seele dem Jazz verschrieben haben und es verstehen, diese Musikgattung auf ihre eigene Weise stilsicher und überzeugend zu interpretieren, wurde bei ihrem Konzert in Dinkelscherben deutlich.

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Christian Ludwig Mayer, Komponist und Kopf des Trios, der seit vielen Jahren Freunde in Dinkelscherben hat, war bereits musikalischer Leiter der Nibelungenfestspiele Worms und der Zwingerfestspiele in Dresden. Er hat die von ihm komponierten Jazzmelodien auf eine humorvolle, lockere und mit viel geistreichem Witz garnierte Weise dem Publikum erläutert.

Die große Spielfreude des Trios wird gleich beim ersten Stück „For You for Me“, in dem Lenninger seinem Kontrabass Töne in allen Variationen entlockt, sichtbar. Bei „The Battle of St. George“ setzt Christian Ludwig Mayer am Piano das Kampfgeschehen mit gewaltigem Fortissimo, solistisch schlagkräftig unterstützt von Lorenz Hunziker, hör- und nachfühlbar um.

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Bezeichnend für den Auwald-Jazz sind sein spielerischer Ideenreichtum und sein integrierter Stilwechsel. So wird übergangslos zum Tango, zu einem Walzer oder gar zu alpenländischen und lyrischen Elementen gewechselt, was dem Ganzen eine reizvolle Note verleiht, wie beispielsweise bei „Wer tanzt mit wem und warum?“

Bei allen Eigenkompositionen mit modularen Gestaltungseinheiten zeichnet sich das Trio nicht nur durch sein ungebundenes Improvisationsspiel und durch unterschiedlich angewandte Mittel der Ausdrucksformen, sondern auch durch spontane Interaktionen aus. Besonders deutlich wurde das bei „Tanz der Flaschengeister“. Bei den extrem schnellen Tempi, die beinahe ins Ekstatische abgleiteten, meinte man den dramatischen Moment zu spüren, wie der Geist aus der Flasche entweicht. Zum Abschluss wurde ein überaus begeistertes Publikum im Walzertakt wieder in ruhigere Sphären geführt und mit mehreren Zugaben für einen lang anhaltenden Beifall belohnt. (mima)

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