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Konzert

04.10.2011

Genuss auf höchstem Niveau

Blumen als Dank für die Musiker gab es von Bürgermeister Otto Völk an die Sopranistin Judith Spiesser (Mitte) sowie für Bernhard Tluck, Thomas Orthofer, Ann-Christine Rose, Antonia Hintsch, Robert Faessler und Kathrin Banhierl und Theresia Hartmann beim Jubiläumskonzert in der Kirche in Anhausen.
Bild: Foto: Hupka-Böttcher

Erinnerungen an Mozart in der Anhauser Kirche

Diedorf-Anhausen Es ist zwar nicht nachgewiesen, dass Wolfgang Amadeus Mozart jemals in der Anhauser Pfarrkirche St. Adelgundis war; doch Johann Georg Mozarts, ein Urgroßonkel von Wolfgang Amadeus, wird als Baumeister des Chores und Turmes erwähnt. Immer wieder ist das sakrale Kleinod mit seiner sehr guten Akustik Mittelpunkt von Konzerten. Im Rahmen der 10. Kulturtage Diedorf gaben das Ensemble „Pro Arte“ und die Sopranistin Judith Spiesser das Jubiläumskonzert „Exsultate Jubilate“.

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Eine Stunde musikalischen Hochgenusses mit Werken des 17. und 18. Jahrhunderts versprach der Hausherr Pfarrer Manfred Gromer – und er hatte nicht zuviel versprochen. Mit Georg Friedrich Händels Ouvertüre B-Dur eröffnete das Ensemble unter Leitung von Professor Bernhard Tluck mit Thomas Orthofer und Theresia Hartmann (Violine), Robert Faessler (Viola), Kathrin Banhierl (Violoncello) sowie Ann-Christine Rose und Antonia Hintsch (Oboe) den Reigen. Mit der Arie „Erwache Tochter Zion“ aus dem Oratorium „Der Messias“ entführte Judith Spiesser mit ihrem strahlenden und anmutigen Sopran die Zuhörer in himmlische Sphären. Klagend und voller Trauer ihre Arie „Didos Abschied“ von Henry Purcell. Die in München geborene Spiesser ist eine gefragte Konzert- und Opernsängerin und Mozart-, Händel- und Brahmsinterpretin.

Eine musikalische Reise durch den „Herbst“ aus Antonio Vivaldis „Jahreszeiten“ gab das Ensemble mit Allegro - Das Weinfest, Adagio - Der süße Schlaf der Betrunkenen und Allegro - Die Jagd, wobei Tluck den Zuhörern zunächst die einzelnen instrumentalen, lautmalenden und interpretativen Möglichkeiten der Streicher nahe brachte.

Der letzte Teil des Konzertes war Wolfgang Amadeus Mozart gewidmet. Mit dem „Adagio“ aus dem Streichquartett KV 172 erfüllten die Instrumentalisten fein nuanciert den herrlichen Kirchenraum. Noch einmal dann Judith Spiesser mit ihrem jubelnden, jauchzenden und in ungeahnte Höhen aufsteigenden Sopran bei Mozarts Motette „Exsultate jubilate“, KV 165; einer glücklichen Seele gleich, die süße Grüße gen Himmel schickt, wie Bernhard Tluck es ausdrückte. Ein grandioser Abschluss für ein Konzert der Extraklasse, dem man mehr als die 85 Zuhörer gegönnt hätte. Doch das Publikum wusste die Exklusivität zu schätzen und dankte Judith Spiesser und dem Streichensemble mit frenetischem Applaus und Standing ovations. (mon)

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