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Rathaus

02.05.2020

Gersthofen fährt langsam hoch

Wer etwas im Rathaus zu erledigen hat, braucht einen Termin.
Bild: Marcus Merk

Bürgerservice-Zentrum öffnet am Montag. Ein Bereich bereitet dem Bürgermeister besondere Sorgen

Am kommenden Montag öffnet das Bürgerservice-Zentrum im Gersthofer Rathaus wieder. Es war wegen der Corona-Pandemie geschlossen worden. Wie Bürgermeister Michael Wörle (parteilos) in der Sitzung des Ferienausschusses, der derzeit die Funktion des Stadtrates übernimmt, sagte, gehe die Stadtverwaltung nun „erste Schritte in Richtung Normalität“.

Sichtbarstes Zeichen wird die Wiedereröffnung des Service-Zentrums im Rathaus sein, wo neben den üblichen Angeboten auch weitere Treffen zwischen Verwaltungsmitarbeitern und Bürgern abgewickelt werden sollen, falls diese nötig sind. Um einen erhöhten Andrang bewältigen zu können, werden die Öffnungszeiten des Zentrums erweitert. Diese sind von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr und am Freitag von 8 bis 16 Uhr. Mittags ist das Zentrum jeweils von 12 bis 13.30 Uhr geschlossen. In diesem Zeitraum wird es laut Wörle gereinigt.

Er dankte im Zuge seiner Ankündigung ausdrücklich dem städtischen Personal, das in den vergangenen Wochen mit großem Einsatz dazu beigetragen habe, dass die Stadt alle Vorgaben umsetzen konnte. Wörle kündigte an, dass die Verwaltung ihren bisherigen Zwei-Schichten-Betrieb weitgehend aufheben wird. „Wir werden wieder zusammenrücken.“

Ausgenommen sind lediglich die kritischen Bereiche Friedhof, Wasserwerk und Kläranlage. Hier bleibt es bei zwei Teams, deren Mitglieder einander nicht begegnen dürfen, damit die Abteilung im Falle einer Corona-Infektion handlungsfähig bleibt.

Sorgen bereitet dem Rathauschef die Personalsituation an den städtischen Kindertagesstätten, die sich auf eine Wiedereröffnung vorbereiten. Das Problem: Es gibt eine ganze Reihe von Risikogruppen, die in Zeiten von Corona nicht zur Arbeit kommen dürfen und somit als krankgeschrieben ausfallen. Wörle: „Wenn der Beschluss aus München kommt, wir fahren die Kitas wieder hoch, können wir diese wahrscheinlich gar nicht bedienen.“

In einer Gersthofer Kita fallen seinen Worten zufolge derzeit 15 von 18 Beschäftigten aus. Man müsse die sogenannten Risikogruppen neu definieren, so der Bürgermeister. Eine entsprechende Forderung werde er über das Landratsamt auch an den Freistaat richten.

Gersthofen stehe mit diesem Problem nicht allein, sagt Albert Kaps. Der Stadtrat von Pro Gersthofen ist Leiter einer Schule in Augsburg. Auch in der Lehrerschaft gebe es etliche Angehörige von Risikogruppen, zu denen auch Schwangere zählen. Wenn der Unterricht in den Schulen ab Mitte Mai schneller wieder hochgefahren wird, sieht Kaps landesweit große Probleme aufgrund fehlender Lehrkräfte kommen: „Unser System bricht zusammen.“ (cf)

Die Stadt Gersthofen bittet darum, Anliegen auf unaufschiebbare Angelegenheiten zu beschränken. Bei Unsicherheit zum jeweils gewünschten Service können Bürgerinnen und Bürger sich gerne vor dem Besuch unter 0821/2491-0 telefonisch zu den genauen Bestimmungen informieren. Ebenso kann die Online-Terminvergabe unter www.gersthofen.de genutzt werden.

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