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Gut, wenn Restaurants gegen die Wegwerf-Mentalität kämpfen

Kommentar Von Sandra Liermann
16.11.2018

Mit ihrem Restaurant-Konzept wollen die Betreiberinnen des "Watami" in Gersthofen gegen Verschwendung von Lebensmitteln vorgehen. Eine begrüßenswerte Idee.

Da waren die Augen wieder größer als der Magen, nicht wahr?“, fragte mein Opa, wenn ich mir als Kind mal wieder zu viel Essen auf den Teller gehäuft hatte. Mit Weisheiten wie dieser oder „Iss auf, dann gibt es morgen gutes Wetter“ lernen Kinder schon früh, Verschwendung zu vermeiden. Privat funktioniert das meistens, weil es im Endeffekt unser eigenes Geld ist, das sonst im Müll landet. Anders sieht es in Restaurants mit All you can eat-Buffet aus. Das Angebot verleitet viele zum Übermaß. Immer wieder sieht man Gäste, die Teller um Teller anhäufen – und am Ende die Hälfte unangetastet stehen lassen. Kostet ja nichts.

Weg von der Wegwerf-Mentalität

Falsch, es kostet doch: die Umwelt und den Restaurantbetreiber. Die Betreiberinnen des neuen Restaurants im Gersthofer Kuka-Turm wollen ihre Kunden zum Aufessen bewegen. Weg von der Wegwerf-Mentalität. Für alles, was auf dem Tisch bleibt, wird eine kleine Geldstrafe fällig.

Es geht nicht darum, den zu bestrafen, der so satt ist, dass er partout keinen Bissen mehr hinunter bekommt. Die beiden Chefinnen wollen Verschwendung verhindern und sogar noch etwas Gutes tun. Ein begrüßenswertes Konzept in unserem Land, wo jährlich rund ein Drittel aller Lebensmittel im Müll landet.

Unseren Artikel zum neuen japanischen Restaurant finden Sie hier: Sushi-Restaurant "Watami" bringt japanisches Flair in die Kuka-Kantine

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