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Ausstellung

28.11.2017

Hier hat jeder ein Gegenüber

Der Künstler Norbert Zagel inmitten seiner Menschen aus Holz im Museum Zusmarshausen.
Bild: Michaela Krämer

Norbert Zagel stellt 32 Objekte im Museum in Zusmarshausen aus. Ein Blick in die Gesichter der Holzfiguren lohnt

Es sind Köpfe auf langen Stelen, die aus einem einzigen Holzstamm gearbeitet sind. Das Museum in Zusmarshausen widmet Norbert Zagel eine eigene Sonderausstellung mit einer Reihe seiner Arbeiten. Die Schau läuft bereits über drei Wochen und stößt auf ein positives Echo.

Der bekannte und erfolgreiche Künstler war begeistert von den Räumlichkeiten im Heimatmuseum. „Die Kreuzgewölbe und Wandnischen sind wie Bilderrahmen und daher wie geschaffen für meine Skulpturen.“

32 Werke hat Zagel ausgestellt, die mit Kettensäge und klassischem Stemmeisen erarbeitet wurden. Doch nicht nur Skulpturen aus Holz haben es ihm angetan. Der 65-Jährige arbeitet auch mit Metall oder vermischt beide Materialien wie bei seinen Skulpturen, die im Geschichtspfad zwischen den beiden Orten Ober- und Unterwittelsbach am Sissi-Schloss stehen. Die beiden vier Meter hohen Figuren wurden aus Eichenholz, die Kopfbedeckungen aus Kupferblech gefertigt. Für seine figürlichen Arbeiten braucht der Künstler ein bis zwei Tage, aber es passiert schon mal, dass er auch eine Woche daran arbeitet. „Dann gehe ich so lange an den unfertigen Stelen vorbei, bis eine Idee entsteht.“

Die Gesichter stehen beim Künstler stark im Fokus. Und sie sorgen für Aufmerksamkeit bei den Besuchern. Denn sie sind aufwendig und detailgenau gearbeitet, und jedes hat einen beeindruckend charakteristischen Ausdruck. Blickt man in diese Gesichter, so kann man durchaus erahnen, was sie über ihr „Gegenüber“ denken.

„Neue Heimat“ nennt der Künstler seine „Häuser“, aus deren Fenster Gesichter nach draußen schauen. Aus Neugier? Oder wollen sie Kontakt zu anderen aufnehmen oder wollen sie sich zurückziehen? Die Interpretation lässt viel Spielraum für die Bewunderer dieser Arbeiten.

Die Kunstobjekte wurden aus Laub- oder meistens aus Obsthölzern erschaffen. Sie alle sind farbig gefasst. „Die Skulpturen sind quasi auf den Kopf gestellt“, erzählt der 65-Jährige. „Denn die Köpfe sind dort aus dem Holz gehauen worden, wo der Baum aus der Erde wächst, also dort, wo er dicker ist.“ Die größte Skulptur in der Ausstellung ist über zwei Meter hoch und nach oben gebogen, wie es der Stamm des Baumes vorgegeben hatte.

Noch am 3. und 10. Dezember von 14 bis 17 Uhr können die Werke von Norbert Zagel in den Räumen des Heimatmuseums in der Augsburger Straße 11 besichtigt werden. Am zweiten Sonntag ist der Künstler noch einmal zu den Öffnungszeiten anwesend, um seine Kopfstelen vorstellen.

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