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Gersthofen

11.10.2019

Immobilien-Unternehmer ist enttäuscht von Gersthofen

Das Gersthofer Loch wird wohl noch länger bestehen.
Bild: Foto: Marcus Merk

Investor Johann Pfoo fühlt sich mit seinen Bauplänen  für das „Gersthofer Loch“ von der Stadt hingehalten und vertröstet.  

Seit mittlerweile elf Jahren steht das Grundstück zwischen Donauwörther Straße und Schulstraße im Gersthofer Zentrum leer. Dieser Umstand wird noch eine Weile andauern, denn wie berichtet hat der Bauausschuss am Mittwochabend einen Bauantrag für das im Volksmund „Gersthofer Loch“ genannte Areal abgelehnt.

Gestellt hatte diesen der Investor Johann Pfoo mit seiner JVP Wohnbau GmbH. Der Antrag bezog sich auf den gültigen Bebauungsplan aus dem Jahr 1986, in dessen Geltungsbereich die 7000 Quadratmeter große Fläche liegt. Weil einige Festsetzungen des Bebauungsplans im Bauantrag nicht eingehalten wurden, lehnte der Ausschuss diesen ab.

Gleichzeitig wurde beschlossen, das Vorhaben für zwölf Monate zurückzustellen, falls das Landratsamt das Vorhaben für genehmigungsfähig halte. Begründet wird dies mit einer Voruntersuchung für ein Städtebauliches Sanierungsgebiet. Den Ergebnisse dieser Sanierungsmaßnahme könnten die jetzt beantragten drei Gebäude entgegen stehen, so die Argumentation von Stadtbaumeister Roland Schmidt.

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Mit dieser Entscheidung gerechnet

Investor Johann Pfoo ist sauer: „Ich bin enttäuscht und traurig, habe aber mit dieser Entscheidung des Ausschusses gerechnet“, erklärt er auf Anfrage. Er hatte den Antrag gestellt, weil er befürchtet, dass im Zuge der Sanierungsmaßnahme sein Baurecht für das Areal erlöschen könnte. Der Leserbrief zweier Gersthofer Bürger zum Thema, die der Stadtverwaltung und den Stadträten vorwerfen sie hätten „es wieder mal geschafft, den neuen Investor, genauso wie den vorhergehenden Investor, zu vergraulen“, sprächen ihm aus der Seele, betont Pfoo.

Er räumt ein, dass der jetzt gestellte Bauantrag nicht dem entspreche, worüber mit der Stadt verhandelt werde. In diesem hatte er in drei Gebäuden insgesamt 67 Wohneinheiten und drei Gewerbeflächen sowie eine Tiefgarage vorgesehen, nach eigenen Angaben deutlich weniger, als er eigentlich bauen wolle.

„Wir hatten seit Oktober mehrere Varianten neben der Bauverwaltung sowohl dem Ältestenrat und jeder Fraktion vorgestellt und Anregungen so weit wie möglich eingearbeitet“, sagt Pfoo. „Aber spätestens seit Mai hat man uns hingehalten und immer weiter vertröstet.“

Die Gersthofer wollen Ergebnis sehen

Er wisse, dass die Bürger nach elf Jahren Gersthofer Loch endlich ein Ergebnis sehen wollen. Selbstverständlich werde er sich auch nach der Entscheidung vom Mittwoch noch mit den Gersthofer Stadtplanern zusammensetzen. „Aber zum Verhandeln habe ich keine Lust mehr – es geht mir darum, mit der Stadt zusammenzuarbeiten, um die beste Lösung für alle zu erzielen.“

Pfoo ist nicht der erste Investor, der bezüglich einer Bebauung dieses Grundstücks mit der Stadtverwaltung Probleme hat. Peter Pletschacher warf im vergangenen Jahr nach zehn Jahren vergeblicher Verhandlungen das Handtuch und verkaufte das Areal an die JVP Wohnbau GmbH von Johann Pfoo.

Demnächst will Pfoo die Öffentlichkeit über seine Pläne informieren, kündigt der Investor an.

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