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Meitingen

25.01.2019

In Meitingen geht es um Spaß, Spiel und Gemeinschaft

Regelmäßig alle zwei Wochen trifft diese Gruppe aufeinander. Dann gibt es Tee, Kaffee, Kuchen, ein Gemeinschaftsspiel und jede Menge Zeit, um miteinander zu plauschen. Was im Café Frohsinn fehlt, sind Männer und vor allem Schafkopflehrer.

Seit 2015 pilgern alle 14 Tage rund 20 Frauen ins Café Frohsinn in die Begegnungsstätte in Meitingen. Es sind zahlreiche Angebote entstanden. Doch etwas fehlt.

Renate Morczinski, Christa Gerks und Hannelore Frenzel haben sich gemeinsam an einem Tisch eingefunden. Kaffee und Kuchen stehen darauf, und die Frauen beginnen zu plauschen. Das tun sie mindestens alle zwei Wochen. Dann nämlich öffnet am Montagnachmittag in der Begegnungsstätte am Fiakerpark in Meitingen das Café Frohsinn seine Türen. Der Name ist hier Programm. Fröhlich und lachend werden hier regelmäßige Besucher ebenso begrüßt wie jene, die neu hinzustoßen, neugierig sind und wissen möchten, was sie zwischen 14.30 und 17 Uhr in dem schönen Raum mit kleiner Küche erwartet.

Renate Morczinski, Christa Gerks und Hannelore Frenzel sind Mitglieder der ersten Stunde. Gertrud Schmid hat zum ersten Mal beim Café Frohsinn reingeschnuppert und möchte durchaus öfter vorbeischauen, wie sie vergnügt zugibt. Über das Gemeindeblatt der Marktgemeinde haben sie von diesem Angebot des Seniorenbüros erfahren. Die Gemeinde stellt auch den Raum zur Verfügung, der, hell und freundlich ausgestattet, der ideale Ort zum Plauschen und Spielen ist.

Im Januar 2015 eröffnete das Café erstmals unter dem Namen „Ideencafé“. Ideen oder vielmehr Angebote sind aus der Zusammenkunft dann auch so einige entstanden. Früher, als das Café Frohsinn noch das Ideencafé war, fanden sich dort nicht nur die Freunde des Gemeinschaftsspiels ein, sondern auch jene, die gerne strickten, häkelten und sich anderweitig mit Handarbeiten beschäftigten.

Es entstand auch das Kreativ-Café

Als das Ideencafé aus den Nähten zu platzen drohte, machte die Organisatorinnen kurzerhand zwei Angebote daraus: Im Wechsel findet nun montags das Café Frohsinn statt, zu dem die Freunde des Brettspiels pilgern, und das Kreativ-Café, in dem gestrickt, gehäkelt und natürlich ebenso viel geplauscht wird. Nach dem Kaffeetrinken und dem Genuss des selbst gebackenen Kuchens, den hier immer eine andere Besucherin mitbringt, wird im Café Frohsinn gezockt.

Rummikub, Phase 10, Skip-Bo oder auch Mensch-ärgere-dich-nicht kommt dann auf den Tisch. Alle spielen hier nach denselben Regeln. Das macht es auch Neulingen leichter, sofort mit ins Spiel einzusteigen.

Was die Frauen dazu bewegt, regelmäßig ins Café Frohsinn zu pilgern, hat Jens Tietböhl, der Ansprechpartner im Meitinger Seniorenbüro, bereits im vergangenen Sommer im Rahmen einer Fragebogen-Aktion versucht zu eruieren. Es sind die Treffen und die Gespräche mit den Menschen, die die Besucher zu Stammgästen werden lassen.

Das Treffen Gleichaltriger (das Durchschnittsalter lag zum Zeitpunkt der Befragung bei 76 Jahren) helfe vielen dabei, mit der Einsamkeit fertigzuwerden. Viele Befragten lobten die Atmosphäre in der geselligen Runde, in der es immer etwas zu lachen gibt. Die absolute Mehrheit der Befragten besucht das Café Frohsinn bereits seit der Gründung im Jahr 2015.

Verantwortlich ist die „gute Seele“

Verantwortlich dafür, dass es diese gesellige Runde seit Januar 2015 alle zwei Wochen gibt, ist die „gute Seele“ im Café Frohsinn. So bezeichnen die Besucher Hildegard Hein, die Initiatorin des Ideencafés, die einst beschlossen hat: „Nur mit meinem Hund rauszugehen ist mir zu wenig. Ich will mich ehrenamtlich engagieren.“

Mit diesem Wunsch, den sie in der Gemeinde Meitingen vorbrachte, stieß sie auf Jens Tietböhl, und auch Elke Schwägerl, die heute das Kreativ-Café verantwortet, war alsbald mit von der Partie. Längst sind die Besucher des Cafés Frohsinn nicht mehr ausschließlich dort anzutreffen, sondern unternehmen gemeinsame Ausflüge in die Region oder gehen mit dem Geld, das im Café Frohsinn eingenommen wird, gemeinsam zum Essen.

Hildegard Hein freut sich über die gute Stimmung, die im Café Frohsinn herrscht. Und obgleich aktuell keine neuen Angebote in ihrem Kopf herumschwirren, die das Leben im Ort bereichern könnten, hat sie dennoch einen Wunsch, der direkt das Café Frohsinn betrifft: „Wir suchen nach Schafkopflehrern“, verrät sie, und dann ergänzt sie noch, was jedem Besucher sofort auffällt: Männer verirren sich nicht ins Café Frohsinn, würden aber von den circa 20 Besucherinnen, die sich alle zwei Wochen zum Spielen einfinden, ebenso herzlich begrüßt wie alle anderen Interessierten.

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